156
Deutsche Privatbriefe des Mittelalters.
wil gy und ck to hanpe reden, und de wil^) ek jn dredelt betalen. Damesdeshcffet hnndcrtdusenst) gulsden) jar. Denket mysnesr ok daken.
*) Edelent.
Eyn fruntlick antworsts cnbeiden my by Hermanse, so werde ck vro.
(Adr.) Myncn alderenlevesten frnnde, den ek Hesse, mester Corde: desgelodet my.
37.
-Ancmpmus an seine Kchwesier Margaretha. Ohne Ort. 1459.
Hat ihren Brief erhalten und bedauert die Krankheit in ihrer Familie. Tröstet sic herzlich inihrem Ungemach, der Bote werde ihr mündlich näheres sagen. Geschenke. Nachricht über SchwagerHanS. Sendet zur Stärkung ihrer Gesundheit Kraftkrude. Grüße.
Danzig, Stadtarchiv. I-XXXII, 38. Or.
Brüderliche treue stetis zuvor. Wisse, Margrith, live süester, das ich dehnenbriff lesende wol Vornomen habe. So du mir schreibest von euer aller crankheit,dy is Nits allen getrenelich leet. Och so alze dü mir schreibest von widder-willcn, den dü host in deynem Hause, ihn wol alze mcyne libe suester und leith ^)dich, alze du beste kanst. Ich hoffe, ab got wil, is sal nicht lange weren. UnserHere got Wirt is, ab got wil, schir gut machen: is ist uss deine, das is frede,ab got wil, Wirt werden. Hirumme ihn wol und habe eyn guden müt hirumme.Thn alze bilde ^), dy in der kirgcn, dy haben ogen und sen nicht, sy habenoren und Horen nicht: so thn du och, meyn libe suester. Van des manncs wegen,alze du mir schrillest, do Wirt dich Michel wol^) von undcrrichten: ich tardir dovon nicht schreiben. Bekummer dich nicht, sy werden dich wol zufredelosten. Ich sende dir 2 mark und sende dir och birnen. Wisse, das der svogerHans is gezogen des Weges kegen Lnbeke. Och so wisse, das ich dir sende eynsirtel von dem phunde craftkrnde, das saldu des obendes eyne stuitdc, zuvor dudich lest, 2 stukke essen, des morgens och so und des Mittages dergeleyge, soWirt sy besser: das sal dir gut thun zu alle deyme leybe. Och so wisse, daswir alle von der gnodc gotes frisch und gesunt seyn, und sagen dir alle gudenacht, dy mnter, dy suester, Lorke Gerke, cleyn Hekelbach tind gros Hekelbachund Sverzel. Sage dem svoger meynen dinst, sage dem habetmanne meynendinst und schreib uns in kortz, wy dirs Wirt gen, ader nicht ader sende Nüchelwiddernmme. Nicht mer oste disse zeit, sunder gude nacht. Geschreben, da ichwos^), ungenant, wolbekant, in dem 59ten jare.
(Adr.) Seyner liben suester Margrith werde disscr briff, sy sey^), wo')
sy sey.
Hier ist ein von einem Pfeil durchbohrtes Herz eingezcichnct, ebenso im 3. Brief. Vgl. auchmeine Gcsch. d. deutsch. Briefes, I, S. 76.
v Or.: vil. ') führe, halte dich. wie die Bilder, v Davor, am Schluffe der vorhergehendenZeile: wo. Dahinter im Or.: wo. °) Or.: seyn. b Die Partie ist verwischt.