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2 (1907) Geistliche - Bürger, 1
Entstehung
Seite
47
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Geistliche.

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des minder so Welt ich dir tun, was dir von mir gefiel und lieb und gut wer.Zü einsems grüs send ich diner tilget daz ledli. Min fründ sind dich zü hundert-tusset mallen griesen. Wer ich bi diner tuget, ich Welt dich me trn und liebiinnen bringen, daz dich min Herz lieber hat, den du mich hast. Ich enpfilch dichin alias daz gut, daz got ist.

(Adr.) M. E. N. E.

44 .

Anonymus an dir Akosterschwester -A-ek Shinger (?) ^) in Söflingen.

Ohne Ort und Jahr.

Liebcsbeteuerung und Sehnsucht. Kündigt sein Kommen an. Konnte letzthin nicht kommen.Sie möge die Schnüre dem Buhen geben und Botschaft senden.

Stuttgart, Haus- und Staatsarchiv. Or.

Us gantzem grund mins hertzen winsch ich dier ain sälig zit und alesdas, darnach din Hertz sich senen tut. So hoft ich, minem wilen beschech gnüg,der gantz zu dier stät und ston sol, so lang dus, hertzlieb, von mier begeren-tust. Dan ich in rechter warhait nit geseligers^) Han uf erden dan dich alainund lid sil haimlichen schmertzen an minem hertzen, das ich dich, hertzlieb, nitgehaben mag nach mines hertzen gier. Dan al Welt ist gantz töd in minemhertzen bis alein an dich, hertzlieb. Und tü, als ich dier truen, und schick^),min hertzlieb, das ich wird getrost mit der grösten sröd, so ich si wais uf inalcr Welt. Und gedenck im nach bis morgens, so wil ich, ob got wil, bi diersin und alerlaig mit dier reden, das ich wärlich nit erschriben kan. Und ichwär komen uf sunntag, dö was uins die klaid nit gemacht. Und, hertzlieb,sind die schnüer gemacht, so gibs dem buben und las mich dier befolchen sin,als min truen stät^) zü dier stat und ston sol. Ach, hertzlieb, schicks, das ichmorn gnüg mug mit dier reden nach gier mins hertzen. Jetz zemal nit me,dan got sig mit uins! A. E.

L. B. Ich begereit, din ewig zü sin.

(Adr.) (Dreizackige Krone.)

A. E.

L. B,

45 .

.Anonymus an eine Akos!erfchwester°) in Söflingen. Ohne Ort und Jahr.

Beteuerung seiner Liebe und Treue. Ihren Wunsch, zu ihr zu kommen, habe er uicht erfüllenkönnen. Kündigt sein Kommen für die erste Gelegenheit an.

Stuttgart, Haus- und Staatsarchiv. Or.

Unverkertte truy und lieb sy dier von mhr mitt allein gütten whllen als

n Die Existenz der Adel Ehinger, worauf die Anfangsbuchstaben der Adresse Hinweisen könnten,geht aus dem Brief Sir. 4g hervor. 2 ) passend, angenehm. ") sorge dafür, t) Or.: stät. °> Nach demSignum L. allerdings in der Kammer der Martha Ehinger gefunden; nach den Anfangsbuchstaben derAdresse ist es aber eine andere Adressatin. Bei Adel Ehinger müßte es A. E. heißen.