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2 (1907) Geistliche - Bürger, 1
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Geistliche.

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dez schönen nchnners lieb anzgegossen. Und darnmb, nile die weis, die ir vorkertend uff das, daz da zeitlich waz, die verkcrt nn genczlichen in neuer weisein daz ewig gemynte gute.

Z.

Dersdkör an LML gristkrche Tochter. Ohne Ort und Jahr.

Freude über die Botschaft, dass jener eine innere Offenbarung und Vision zu teil geworden sei.Dies Wunder habe sie durch ihre ernste Abkehr von der Welt und dein früheren Leben erreicht. Auf-fassung der Sache und Rat. Eigene Demut. Erzählung eines eigenen inneren ErlebniffcS.

München, Hof- und Staatsbibliothek. (lock. Ksrw. 8l9, k. 230r ff.

Gedruckt: a. a. O. S. 7780.

.^ununeiats ch ckilooto, guia amoro lauguso sto.^)

Sesse ein mensch vor einem keler imd werc nach seines herczen gicrde wolgetrcnckct, und ein andresrs wer nff der dürresns Heid bei einer rauchcr rekalter^)und lese also durstig die ber ab, daz er tempfigcch Menschen gesnnt machte,fragte der wolgetrencket den mit dem dnrresns munde, lvie er sich geil demsüßen seitenspil laichen ch solle, das bei dem wein ist? Er gab im ze antwortund sprach nnwertlichch:Diser inag wol trnncken sein, er wcnet, daz aller-mencklich sey ze mut als im; mir ist leicht anders ze mute. Wir sein ungleichgesiiret; ns dem vollen leip stat daz frölich Haupt."

Mein kind, daz mag ich cigenlich zu dir sprechen von der botschaft, die dumir hast getan; und die waz, daz ein inbrünstige sacket enbrunnen sey in deinemherczen von rechter, begirlicher, inhicziger minne zu der mynneklichen ewigenweißheit und von dem neuen liechte und unbekanten wundern, die sie in dirwürket, und wie dein hercz hat darinne eupfnnden ein süßes und ein lieplicheszerfliesseil und ein überschwenckes enpfinden, davon du nit kaust gesagen; undbegerest weisnnge, wie du dich im allermynniclichest hierinne stillest erzeigcil' unddich gen den wundern halten. Tochter, es stet ein nnmessige freud nff in meinemherczen, daz sich der mynniclich got so mynneklich erzeiget, und daz er gcitchze enpfinden dir und etlichen me das, das ich mit den Worten vil und dicksagen, und daz ist das, daz er als mynneklich, lind das, daz alle herczen alswol hetten enpfnnden: darnmb wolt ich gern gedürftig beleiben. Es ist auchein groß swundcrchs in mir, daz du in so knrczen jaren hiezu bist konicn. Dazhat aber gemachet der gancze ker zu gote und der volknmen vonker ch von allendingen und der grundlos ernst und leipliche Pein, mit dem du dein altes lebengedilget hast und alle ding so gar nnder die süß gedrückt. Ein mensch, derdez ersten wein trinckt, dein Wirt er vil enpfintlich. Also vcrsich ich inich, dazdir beschehen sey von der claren, süßesns mynne der ewigen weißheit, die dich

p Überschrift: Wie sich ein mensch in gütlicher snszikeit sol halten. Laut. aanl. ü, 8 . ?) Wacholderireckholdcr). ') So der Augsburger Druck von lä82; Hs.: tempsigc; dcinpfic:astlimaliaus, tisiausM 6 . SSö°", dümpfic: engbrüstig. °) fröhlich gcbcrdcn, springen, frohlocken. °j mit Unwillen, gering-schätzig. Hs.: unwcrklich. p giebt. Augsburger Druck von lL 8 S. Abkehr.