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2 (1907) Geistliche - Bürger, 1
Entstehung
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Heinrich Seuse, Dominikaner"), an SkisakeH Staget, Akosterfrau in

Töß?) Ohne Ori und Jahr (nach 1335).

Ein leidender Mensch soll seine Leiden nicht überschätzen, sondern ansehen, was die Heiligengelitten haben. So schwer das Leid kommen mag, man soll sich nicht gegen Gott richten. Christi Bei-spiel. Er schreibe ihr dies, um ihre Bürde ihr zu erleichtern. Er möge ihr das Fußtuch nicht senden,weil er sich nicht von ihm trennen könne.

München, Hof- nnd Staalöbiblioihek. Oock. ^erw. 819 ^), 1. 174* ff. Handschrifl,Mitte d. 15. Jahrh.

Gedruckt: Die Briefe Heinrich Susos, Hrsg, von W. Preger, S. 31 f.

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') Als die bedeutendste Gruppe der uns erhaltenen oder sonst überlieferten ältesten deutschenPrivatbriefe hätten die Briefe der den tschen Mystiker des vierzehnten Jahrhunderts (vgl. über siemeine Geschickte des deutschen Briefes, Bd. I, S. 13 ff.) vollständig in das vorliegende Corpus deutscherPrivatbriefe des Mittelalters ausgenommen werden müssen, wenn sie nicht in der Form selbständigerPublikationen bereits in modernen Ausgaben vorlägen. Immerhin scheint cs angebracht zu sein, wennwenigstens eine kleine Auswahl derselben hiermitgeteilt und ihr Charakter dadurch erkennbar wird,wenn sie ferner in gewisser Weise für die kulturgesckichtlichen Zwecke dieser Sammlung einigermaßennutzbar gemacht werden. Letzteres ist allerdings wohl nur für die in ciuer kleinen Auswahl weiterunten mitgetcilten Briefe Heinrichs von Nördlingen und seines Kreises geboten, deren kulturgeschichtlichvielfach interessanter Inhalt hier auch durch Zusammenstellungen in den Anmerkungen ausgenutzt wordenist. Diese Briefe tragen auch mehr den Charakter wirklicher Briefe als diejenigen Seuses. Völlig zutreffendäußert sich Phil. Strauch (Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen, Freib. i.B. u. Tüb. 1882, S.I^XII)darüber so:Heinrichs Korrespondenz ist die älteste uns erhaltene Briefsammlnug in deutscher Sprache,das Wort Briefe im modernen Sinne genommen, in denen der Schreibende über seine äußeren undinneren Erlebnisse berichtet, während die Seuscschcn doch vorwiegend Predigten oder geistliche Ansprachenin Briefform sind." Aus Heinrichs Briefen gewinnen wir ferner, wie Strauch an derselben Stelleanführt (vgl. auch Preger, Gesch. d. deutschen Mystik, T. II, S. 296) den besten Einblick in den Verkehrder mystischen Kreise und Gottesfreunde unter einander. So wird z. V. das Verhältnis zwischenBeichtiger und Beichtkind in den Frauenklvstern des Mittelalters nirgends reichhaltiger illustriert alsdurch Heinrichs Briefwechsel. Gerade um Heinrich von Nördlingen bildete sich in Baselein engererKreis vonGottesfreunden"", wie in den Briefen Heinrichs, in den Predigten Eckarts, Taulers, Susosdiejenigen genannt werden, welche in Verleugnung der Welt und ihrer selbst eine unmittelbare Ge-meinschaft mit Gott anstrebeu nnd nach einer reicheren Mitteilung von göttlicher Gnade und Erleuchtungbegehren, als sie die veräußerlichte Kirche und Schultheologie zu bieten vermochte" (Preger a. a. O.);bei denen übrigens nicht an einen förmlichen Verein, sondern an einenfreien Verkehr gleichgesinnterFreunde mit einander" zu denken ist. Was aber die Fraueuklöster betrifft, so waren diese, namentlichdie der Dominikanerinnen,Hauptsitze mystischen Lebens. Dieses Leben ist in der ersten Hälfte des14. Jahrhunderts noch fortwährend im Wachsen" (Preger a. a. O. S. 253 f). Gerade in diesen, meistoberdeutschen Klöstern (Engelthal, Medingen, Töß usw.), in denen visionäre Insassinneneine gewöhn-liche Erscheinung" waren und eine große Nolle spielten, hatten Sense wie Heinrich von Nördlingen, wieauch Tauler, ihre begeistertsten Anhüngerinnen und Korrespondentinnen; mit ihnen verkehrten sie amliebsten.Insbesondere führte Susos Wirksamkeit viele Töchter des Adels seinem Orden und einemmystischen Leben zu." Unter seinengeistlichen Töchtern" war seine Hauptkorrespondentin Elisabeth

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