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2 (1907) Geistliche - Bürger, 1
Entstehung
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Einleitung.

die Weiteren Bände diese ausgiebige Benutzung meiner Sammlung nochmehr beweisen. Auch sprachlich wird die Sammlung mehr und mehr ver-wertet, wie die neueren Hefte des Grimmschen Wörterbuches zeigen. Nachder mir am meisten am Herzen liegenden Seite, der Erforschung desinneren Lebens der Menschen, ist die Benutzung, soweit ich das Materialnicht selbst verwertet habe, noch wesentlich Sache der Zukunft. JüngereHistoriker sollten in dieser Beziehung, wie überhaupt, öfter auf die Sammlunghingewiesen werden. Welcher Gewinn allseitig aus dem Bande sich ergibt,haben W. Uhl in der Zeitschrift für Deutsche Philologie Bd. 33, S. 392 f. undA. Franz in den Hist.-polit. Blättern Bd. 123, S. 573 ff. gezeigt, auchEllinger in der Historischen Zeitschrift Bd. 87, S. 96 ff. Dennoch wird dieSammlung noch nicht genügend berücksichtigt. Ein von Freiherrn von Lipper-heide zusammengestelltes Spruchwörterbuch lehrt, daß der Autor nichts von demMaterial weiß, das für ihn in unserem ersten Bande steckt, trotzdem ich imRegister unterSprichwörter und sprichwörtliche Redensarten" die ein-schlägigen Stellen besonders zusammengestellt habe.

Der erste Band derDeutschen Privatbriefe" ist mit großerAnerkennung allgemein ausgenommen worden. Gegenüber einem Kritiker,Schönbach, der das philologische Moment allzusehr in den Vordergrundstellte, übrigens dem Werk als solchem ebenfalls Anerkennung zuteil werdenließ, hat E. Brandenburg in der Historischen Vierteljahrsschrift (1901, Heft 1)auf das sachlich Unwesentliche der gerügten Versehen hingewiesenZ) dieübrigens zu einem Teile nur angebliche Versehen sind,^) und den Tadel,soweit die historische Bedeutung der Publikation in Betracht kommt, alsnicht zutreffend erachtet. In der Tat verfolgt auch die Publikation keinephilologischen, sondern historische Ziele, wie ja aus dem ganzen Plan derDenkmäler hervorgeht. Daß für die Philologie vieles dabei abfällt, ist ein

*) A. Chuquet sagt in derRevue oritique" (XXXIII, Nr. 44) in dieser Beziehung vonmir: on oublisra quelques lapsus pour ts rsmereisr, avant tout, äs es xreeisux rsoueil.Aber auch ein Philologe, W. Uhl, hat sich gegen Schönbach gewandt (Zeitschrift für DeutschePhilologie Bd. 33, S. 393) und gemeint:Auf die Jrrtümer, die bei der Wort- undSacherklärung im ersten Bande sich vereinzelt finden, will ich hier nicht eingehen, da ichsie nicht als erimina eapitalia erachte. Sie haben wenig oder nichts zu bedeutengegenüber der großen Menge der wertvollen richtigen Anmerkungen. Im übrigen ist esauch besser, einmal kräftig ,vorbeizuhauerü, als sich um eine Erklärung ,herumzudrückeiü.Mit dem Sprachgebrauch kommt man überhaupt nicht zum Ziel bei der oft saloppenAusdrucksweise und Orthographie des privaten Briefstils". Am besten würde ich dieEpisode hier gar nicht berührt haben: aber das wäre vielleicht mißdeutet worden.

2 ) Ich habe das Unzutreffende gewisser Ausstellungen bereits Schönbach gegenüberfestgestellt (Truckuß z. B. ist richtig Truchseß und nicht, wie er will Trockau);Bevernest ist unwiderlegbar als Person erwiesen; anderes ist von Schönbach mißverstandenund von mir von vornherein in dem gewünschten Sinne aufgefaßt; die Emendationvon hauß durch Hanß muß ich aber z. B. gelten lassen). Natürlich ist mancherlei wirklichzu verbessern. Vor allem bedauere ich das mehrfachean" für schwäb.-alemannischesau",