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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
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ron, und Bischof Gottfried von Lidda, des KönigsBruder und Träger des h. Kreuzes. Selbst die-ses Siegespanier der Christenheit wurde verlorenund niemals wiedergesunden, wiewol cs zweifel-haft ist, ob es in die Hände der Ungläubigen ge-fallen sei*).

Der Großmeister der Johanniter, Garnier, hattesich, als schon Alles verloren war, mit Löwcnmuthmitten durch die feindlichen Schaaren durchgeschla-gen, und erreichte von Wunden bedeckt und sichkaum noch auf dem Pferde haltend, Askalon, woer am folgenden Tage an den Folgen gänzlicherErschöpfung starb **).

So wild und grimmig Saladin in der Schlachtwar, so sanft und grcßmüthig benahm er sich nacherfochtenem Siege gegen seine gefangenen Feinde.Er empfing die unglücklichen Ritter nicht mit Hohnund Übermuts), sondern — wie es einem edlen Krie-ger geziemt -—- mit Achtung und Milde. Nur aufden Fürsten Raynald von Chatillon warf er einenfurchtbaren Blick des Grimmes; denn er gedachteseines Racheschwurs wegen des von Chatillon mit-ten im Waffenstillstände treulos vergossenen Blu-tes der Muselmänner. Und als der König vonJerusalem, welchem Saladin mit Freundlichkeit ei-nen kühlenden Trank bieten ließ, nachdem er sicherquickt, den Becher dem Fürsten Raynald reichte,gebot der Sultan seinem Dolmetscher, dem Königezu sagen: „Du reichst ihm den Trank, nicht ich;denn ich will nichts gemein haben mit diesem Ruch-losen!"

*) S. Ainncrk. 16.

") S. Anmerk. 17.