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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
Entstehung
Seite
63
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Wenn die Moslems seinen Eifer für die Lehredes Propheten und seine Gewissenhaftigkeit in Er-füllung der Pflichten des Korans -min begeisterterLobpreisung verherrlichten, so erkennen die Christen,welche gegen ihn stritten, seine Redlichkeit, Treueund menschenfreundliche Milde gegen'-die gefangenenFeinde an; und diese Milde verläugnete -Saladinnur einige Male, als die Christen durch früher be-gangene Grausamkeit gegen gefangene Muselmänneroder durch Treubruch seinen Zorn gereizt hatten. *)Nurcddin ertheilte dem jungen Sultan den Be-fehl, den Namen des Khalifcn Adhad (Aded) ausden öffentlichen Gebeten zu vertilgen, und an des-sen Stelle den Namen Mostadhi XXXiil. ausdem Stamme der Abassiden einführen zu lassen.Der Khalife Adhad überlebte diese schmachvolleBehandlung nicht lange. Saladin ließ ihn entwederauf Nurcddin's Veranlassung, oder wie einigeSchriftsteller behaupten, aus ehrgeiziger Absicht, umsich mit der Zeit selbst auf den Thron von Ägyp-ten zu schwingen, im Bade erwürgen. Mit ihmerlosch der fatimitische Herrscherstamm in Ägyptenim Jahre der Hegira 567 und 1171 nach ChristiGeburt, und nun war Saladin Gebieter der Lan-der am Nil.

So lange noch sein Oheim Nureddin Zcnghi,der mächtige Fürst von Aleppo und Damaskus,lebte, bezeugte Saladin große Ergebenheit, innigenDank und unveränderliche Treue gegen ihn; dochbewegte schon eine ebenso große Herrschsucht alsBegierde nach Ruhm und Landerbesttz seine Helden-brust. Er war eine von jenen Naturen, welche in

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