benutzten die Sarazenen und fielen mit großer Hec-resmacht in die Grenzen des Reichs ein. Der be-ängstigte Balduin eilte ihnen entgegen und überließden Johannitern und Templern die Obhut von Je-rusalem und die Pflicht, für das Königreich zufechten. Auf ihren Schultern ruhte nun die Ret-tung und Wohlfahrt des Reiches, von ihren Schwer-tern erwartete man den Ausgang der Schlacht.
Das Häuflein von Rittern, welche in der Stadtzur Verwaltung ihrer Ocdenshäufcr zurückgebliebenwaren, zog nun, um dem Feinde nach Kräften Wi-derstand zu leisten, die Bürger der Stadt an sich,und besetzte die Mauern mit dem unwiderruflichenEntschlüsse, den kühnen Belagerern die Spitze zubieten. Die Sarazenen verdoppelten mit neuerHitze, mit neuer Hartnäckigkeit ihre Angriffe; al-lein sie wurden von den Helden rücklings von denMauern geworfen, geschlagen, verfolgt und ge-lobtet.
Kaum erholten sich die vom Kampfe erschöpftenRitter, kaum legten die tapfern Brüder die Schwer-ter von ihrer Seite, um nur eine kurze Zeit Ruhezu genießen, so soderte man schon wieder ihrenthätigen Geist zum Rathe, ihren Arm zum Han-deln auf. Balduins Freunde riechen, die Schwächeder Feinde und die Vorthcile des Sieges unge-säumt zu nützen, und die Burgfeste Askalon, dasBollwerk der sarazenischen Kriegsmacht, zu überrum-peln. Die Johanniter ließen die Templer zur Be-satzung von Jerusalem zurück und erschienen mitfrischem Muthe und Waffen vor Askalon's Mauern.
Wie erstaunten die heidnischen Bewohner dieserStadt über den gewaltigen Troß der christlichenHelden. Sie kannten nur ein Gefühl, — daS