verpflichtet sein, dieselbe im Kampfe mit den Un-gläubigen zu unterstützen. Außer dem Besitze vonbeträchtlichen Ländereien und Schlossern im spani-schen Gebiete wurde festgesetzt, daß der König vonAragonien nie ohne Zuziehung des Patriarchen vonJerusalem und der beiden Ritterorden einen Frie-densvertcag mit den Mauren eingchen sollte.
Nach dieser glücklichen Beseitigung der Geschäftekehrte Raymund du Puy noch in dem Jahre 1141nach Palästina zurück und wurde dort mit einerFreude empfangen, welche nur die Tochter einer soreinen Achtung sein kann, als Raymund's Tugen-den in den Herzen Aller erweckten.
Um diese Zeit starb der tapfere Fulko von An-jou, und hintcrließ zwei minderjährige Prinzen.Seine Gattin Mclisinde verwaltete das Königreich,bis sein ältester Sohn unter dem Namen BalduinIII. zum Könige von Jerusalem gekrönt wurde.
Des jungen Balduins kräftiger Geist, vomVater auf den Sohn geerbt, und der Beistandder Ritterorden waren jetzt 1>ic einzigen Stützendes Thrones. Zn diesen brannte noch jenes erstekriegerische Feuer, welches sie aus ihren friedlichenZellen auf den Kampfplatz gelockt 'hatte. Mit bei-spielloser Tapferkeit stürzten sich die Ritter den ein-bcechendcn Feinden entgegen und erkauften demohnmächtigen Staatskörper mit ihrem Blute nochein kurzes, mühseliges Dasein, das der Gewalt derÜbermacht endlich doch unterliegen mußte.
Das Jahr 1152 nahm wiederum Raymunddu Puy's ganze Lhätigkeit in Anspruch. Es ent-spann sich ein verderblicher Streit zwischen Balduinund seiner königlichen Mutter über die Regierungund Verwaltung des Staats. Die bejahrte Köm-