>)-)
sam die Seele der feierlichsten Gelübde und dasBeispiel und der Sporn großer Handlungen füralle seine Nachfolger; denn unter ihm übertrafendie Ritter den weltlichen Adel an Much und Re-ligionseifer.
Er veränderte das Ocdenszeichen, das weißeKreuz auf der linken Seite des Kleides, und gabihnen statt des einfachen, Kreuzes mit geraden Bal-ken, wie cs unter Gerhard's Rcctorat gewesen, eingleichfarbiges mit acht Spitzen zum Sinnbild deracht ritterlichen Haupttugenden. In dem Kriegewider die Feinde befahl er den Rittecbrüdern, disglanzende Rüstung, und darüber ein rothes Ober-klcid — vor- und rückwärts mit einem durchlaufen-den weißen Kreuz ohne Spitzen, und auch außerden Waffen einen rothcn Kriegsgürtel mit einem >silberfarbigen geraden Kreuze zu tragen. Die Pur-purfarbe stellte sinnbildlich die Erhabenheit ihrerWürde und das Blut zum Siegel ihrer Gelübdevor, welches sie für den Glauben zu vergießen be-reit sein sollen.
Das schöne Gewand, in welches er das erha-bene Institut kleidete, die glanzende Laufbahn, dieer dem Adel durch häufige Übungen militärischerTalente, und zugleich eines mitleidigen Herzens er-öffnet,!, entsprach vollkommen dem damaligen ro-mantischen Geiste des europäischen Adels.
Angespannt von der Lust nach Fehde und glän-zenden Waffenthaten, gereizt durch einen allgemeinbelebten frommen Enthusiasmus, eilten die edelstenMänner aller abendländischen Staaten nach Jeru-salem zu dem Hospitale des h. Johannes. GanzeRittervereine weihten ihre Schwerter dem Ordens-dienste, verbrüderten sich durch das Band der Ge-