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theilte Raymund dessen Glieder in drei Haupt-massen, wovon die eine, ohne seine bisherige Be-stimmung — die Pflege der Kranken und Pilgrimszu versäumen, jederzeit bereit sein sollte, das Reichgegen die Ungläubigen zu vertheidigcn, wahrend disandere ausschließlich die Geschäfte des Hauses unddie niedrigeren Dienste verrichtete, und die dritte,in Krieg und Frieden die Gottesverehrung besorgend,den Sinn Aller zum Göttlichen wendete.
Aur ersten wurden alle diejenigen genommen,welche adelige Geburt und bewährte Tapferkeit zurFührung der Waffen berechtigten; diese hicßenRitter.
Die zweite Masse bildeten die Kapellane, welcheaußer ihren Pflichten als Geistliche auch noch dieVerbindlichkeit hatten, im Kriege das Amt einesFeldprcdigers und im Frieden eines Almoseniers zuverwalten: Priester, Ordenspresbytcr.
Die dritte Masse, deren Glieder weder zudem Adel noch zur Klerisei gezählt werden konnten,führten den Namen der dienenden Brüder,oder 8erventi ä'armi.
Durch diese weise Einrichtung gab Rapmundseinen Gefährten Gelegenheit, ihren Muth zu prü-fen, Gefahren und Kricgsbeschwerden zu bestehen,und christliche Demuth zu üben. Nur langjährigeProben von Tapferkeit und Gehorsam, nur Ge-lübde, durch einen feierlichen Eid unwiderruflich ge-macht, führten den Dienstbruder zur Ehre des Rit-ters; nur besondere Auszeichnung diesen zum Or-densbeamten oder Vorgesetzten. Rapmund du Puy'sMeisterthum war die glänzende Epoche, wo derGeist des Johanniterordens mächtig wirkte, undwo der Same des Edlen und Großen, der Keimechter Ordenspflichten gestreut wurde. Er war gleich-