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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
Entstehung
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im Bewußtsein seiner Übermacht mit stolzem Trotze.Doch weder die Abwesenheit Bohemunds und Bal-duins, zweier vortrefflicher Heerführer, noch dieaus dem Zuge erlittenen Beschwerden vereitelten ihrfrommes Vorhaben. Schon am 5tcn Tage ihrerAnkunft befahl Gottfried den ersten, obwohl vergeb-lichen Angriff. Mit vieler Mühe mußte man Kriegs-maschinen in Form von beweglichen Gerüsten undSturmleitern in der holzarmcn Gegend zusammen-zimmern. Am 14. Juli wurde ein allgemeiner Sturmgewagt. Ec mißlang; die Belagerten kämpften mitgroßer Tapferkeit. Am folgenden Tage aber stürm-ten die Christen von Neuem, und Gottfried vonBouillon war einer der Ersten, der von seinemKriegsthucme auf den feindlichen Wall springend,die Christusfahne auf Jerusalems Mauern pflanzte.Sein Schwert bahnte den Übrigen den Weg. Baldwar die Mauer von allen Seiten bezwungen, dieThore geöffnet, das ganze Heer der Kreuzfahrerstürzte in die Stadt. Ein fürchterliches Blutbad be-gann. In der ersten Wuth fraß das Schwert al-les Lebendige, und nur wenige der Einwohner bliebenverschont. Dann, als die Besinnung zurückkehrte,reinigten die Krieger ihre Waffen von Blut, undeilten mit entblößtem Haupte und baarfuß nach denheiligen Örtern; und die Stadt, welche noch ebenvon dem wilden Geschrei des Mordes erschallte,war nun erfüllt mit Gebeten und Lobgesangen zurEhre Gottes.

Jerusalems Besitz krönte die frommen Wünscheder Christenheit. Jetzt dachte man an die Wahl ei-nes Königs für das neue Königreich Jerusalem.Auf wen konnte die Wahl wohl anders fallen, alsauf den Tapfersten und Weisesten im Heere auf