72 Geschichte der Krc uzzüge. Buch LV. Kap. I.
I. CSr.rrör.
zessin Maria, welche nunmehr der Kaiser Manuel zur Ge-mahlin begehrte. Höchst ungern sah der Königdiese Vermahlung; denn cs ließ sich nicht ohne Grund be-sorgen, daß der Griechische Kaiser einstens darauf Ansprücheauf das Jürstenthum Antiochien gründe» würde; und auchdie Zurücksetzung der Gräfin non Tripolis hatte ihn sehrempört gegen die Griechen. Nur mit Widerwillen nahm erdaher sich dieser Unterhandlungen an. Als endlich die Verlo-bung verabredet worden, erschienen drei) kaiserliche Bot-schafter, an deren Spitze Alexius Bryemnus, Sohn derPrinzessin Anna Cemneuastand, und führten diePrinzessin Maria in großem Gepränge nach Constantinopel,wo sie wegen ihrer Schönheit allgemeine Bewunderung er-weckte, späterhin aber , nach ihres Gemahls Tode, von demgrausamen Andronicus nach lügenhaften Anschuldigungenzum Tode vcnirthcilt wurde.
Der König Balduin war, nachdcm diese Angelegenheitzn Ende gebracht worden, mit der Wiederherstellung desSchlosses an der eisernen Brücke über den Orontcs und an-dern nützlichen Anstalten für das Fürstenthum Antiochienbeschäftigt, als Barak der saraccnischc Leibarzt des Grasenvon Tripolis, ihm vergiftete Pillen gab, welche sogleich eineunheilbare Krankheit bewirkten, an welcher langsam desKönigs Kräfte verschwanden. Denn es war seine Sitte, je-des Jahr, wenn der Winter sich näherte, seinen Körper durchArzncy zu reinigen ,,„d eme solche Arzney hatte er vondem mörderischen Leibarzt begehrt, durch dessen Frevel er für diethöngtc Sitte der Christlichen Fürsten in Syricu'büßte, welche,
iry) Mit ilun waren noch der Se-basmS Äicepftorns Brrcnnius undder oiauhalier tEpa >!>i »cm Cc>mfiaiuiiwpu Alcxiuö, cm Wcrwcindlcr
dcS Kaisers. 0 i»n. I. v.i2o) ,,.Vn!e iiixrnciricm
vot-mb," VViNi. XVIll. Z 4 .