König Balduin III. »7
Süftsherrn Absalom vom heil. Grabe zu Jerusalem zumDischoff einsetzte und ihm ein Kapitel zuvrdnete, in-dem er behauptete, daß die Kirche von Askalon mir allemZubehör seinem Sprengel angchöre; und er erlangteauch späterhin von dem päpstlichen Stuhle die Aufhebungdes neuen Bisthums und die Anerkennung seiner An-sprüche. Wahrend die Geistlichen um die kirchlichen An-ordnungen stritten, theilte der König Balduin das Landumher als Lehen aus, theils als Belohnung des Ver-dienstes, theils für Geld; denn eine große Strecke Landes,welche wegen der ununterbrochenen Kämpfe zwischen denChristen und Askaloniten seit fünfzig Jahren unbebautgelegen, wurde wieder für den Anbau gewonnen. Daherauch seit der Eroberung dieser Stadt ein solcher Ueberflußvon Lebensmitteln im Reiche Jerusalem war, als niemalszuvor. Die Grafschaft von Askalon verlieh hierauf der Königseinem jüngern Bruder Amalrich Grafen von Joppe ^ ?).
Die Freude über diese Eroberung wurde abernicht wenig dadurch getrübt, daß nicht lange nach die-
zz) Die genaue Zeitbestimmung rerEroberung von Askalon ist nichtohne Schwierigkeit. Wilhelm vonTorus (v. zo) sehr die Einnahme derStadt in daS Jahr 1154; die Arabi-schen Schriftsteller in das I. sgz(dessen erster Tag auf den ag März115z fällt). Ein s,irischer Geschicht-schreiber, Mar Michael, setzte sie,wie Abulfaradsch (Lirrou. 8 z-r. S.zgo) erzählt, in das vorhergehendeJahr (also nV). Wir tragen keinBedenken, die Angabe der ArabischenSchriftsteller für die richtigere zuhalten, 1. weil diese überhaupt vielgenauer in den Zeitbestimmungensind, als Wiche.in von Tyrus».
weil die Zahl irzg leicht durch dieAbschreiber statt der richtiger,» Be-stimmung in den Text gebracht seynkann; 3. weil die Belagerung vor»Askalon, welche nur acht Monatwährte, unmittelbar nach dem verun-glückten Versuche der QrtoktschenFürsten auf das Reich Jerusalem,welchen Wilhelm von Tyrus selbst(xvii. so. 21) in das Jahr irzisetzt, anqefangen wurde', -».weil auchandere Abendländische Chroniken dasJ.nZZ angeben, z. V. die Chronik desBischoffs Sicard von Eremona (IVIu-rar. 88 . rer. Ital. Vll. S Syy)Wgl. Eesch. d. Kreuzz. Th. III. r.S- 282 .
I. Ehr.iiSZ.