dergleichen Werke jemals gelingen können. Hier mußte man erst,'chcr einen Arm der Donau von -So Tvisen und dann über einenzweiten, von » 4 o Toisen Breite, wo der Strom am reißendsten,,»d welcher von dem ersten Arme durch eine 100 Toisen breiteMl getiennt ist, gehen; nun war man noch nicht weiter, alsauf der großen, mit Gesträuch bedeckten und von kleinen Kanälendar schnittcncn Lobauinscl. Um das linke Ufer zu erreichen, batteman noch einen dritten Arm zu passiren, dessen Breite von 5 »bis 70 Toisen anstcigt. Die Donau ist in dieser Gegend in soviele Arme gctheilt, mit so vielen'Inseln übersäet, daß sie einivahrcs Labvrinth bildet, unter dessen Schutze der Feind unscrnArbeiten sehr nahe kommen konnte. Es mußte also der Uiber-gaug über einen dreifachen Fluß bewerkstelligt, eine dreifache Brü-cke, von denen die eine besondere Größe federte, mitten unterde» Feinden, die uns von allen Seiten umgaben und beobachte-ten, erbaut werden. Zu diesem Baue waren nun Kähne vonverschiedener Gestalt und Größe crsoderlich, die man zusammenholte, wie sic nur zu erlangen waren, nur mit einigen Strickenund Nägeln befestigte und welche gleichwohl der reißenden DonauWiderstand leisten sollten. Alles das wurde dennoch und zwar,!m Verhältnisse mit den großen Anstalten die dazu erfodcrüchwaren, recht schnell ins Werk gesetzt. Von der andern Seite mußman aber auch in Betrachtung ziehen, daß die Schwierigkeitendieses Uibergangs durch große Vortheilc ausgewogen wurde». Wenndie Donau dort breiter ist und sich in mehrere Arme theilt, soiß sie dafür auch minder reißend und tief. Die Inseln dientendazu, die einzelnen Brücken zu schützen, und die Lobaninsel ver-trat die Stelle eines großen Brückenkopfs, sie wurde zu einemgcräiunigen Waffcnplatze, von welchem aus man mit größererSicherheit nach dem rechten Ufer gelangen konnte, n- s. w.
„Die am 1 Steu früh augefangcnen Brücken wurden schnellvollendet und schon am -osten hatte das 4 te Corps die Lobauin-scl erreicht. Der Kaiser verfügte sich selbst dahin und ließ dieletzte Brücke vor seinen Augen schlagen. Seine Absicht war, ge-rade auf den Feind loszugehcn und das bei Eckmühl so glänzendbegonnene Werk zu vollenden. Er hatte den größten Theil derArmee an sich gezogen, damit sie ohne Unterbrechung nach demlinken Ufer übersetzen könne.
„Das Terrain, wo die französische Armee übergehen sollte,>var sehr günstig. Vor dem Eiubug den der Fluß in dieser Ge-gend machte, dessen Arme sich beträchtlich weit ansdchncii, liegen