Druckschrift 
7 (1823)
Entstehung
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Montags am iS. Juli i8c6.

G

egen 6 Uhr kam der Kaiser auf mein Zimmer. Er überraschtemich, denn er wollte spazieren gehen. Ich folgte ihm. So gingcr einige Zeit nach dem Gehölze, wo die Calesche stand und unsausnahm. Seit langer Zeit hatte cr keinen Gebrauch davon geinacht,Ich war allein mit ihm, und das Gespräch drehte sich stets umdie ihn betreffende Dill, die uns so ganz fremd verkömmt. .

Nach der Rückkehr war der Kaiser ungewiß, ob er nicht un-ter den Bäumen frühstücken sollte. Aber endlich entschloß er sichins Hans zu gehen und so ging er den ganzen Tag nicht wiederaus. Er speiste allein.

Nach dem Diner ließ er mich rufen. Er las in den Merku-rcn, oder alten Zeitschriften, und zwar verschiedne Anekdoten undUmstände Beaumarchais betreffend, den der Kaiser trotz des-sen Verstände schon während des Consulats, wegen seines schlech-ten Rufs und großer Unsittlichkeit fortdauernd von sich gewiesenhakte. Diese Lektüre ward wegen der außerordentlichen Verschic-.dcnheit der Sitten, obgleich bei einem so nahe liegenden Zeiträume'-sehr anzüheud. Sie malte unter andern die Reise Ludwigs xvi.nach Cherbourg, bey der er einige Zeit verweilte, dann aber ansdie Arbeiten zu Cherbourg überging, und von ihrem Historischenmit der Klarheit, Nichtigkeit und Schärfe sprach, die alles, waser sagt, so sehr auszeichncn.

Cherbourg liegt am Hintergründe eines halbkreisförmigenMeerbusens, dessen beide Enden rechts die Insel Pel-e und linksdie Landspitze Qucrquevllle sind. Das Festland das diese beidenTdeile verbindet, macht die Senne oder den Diameter aus, undstreckt sich von Ost »an» West.

Gegen über, nördlich, nur aber 20 Stunden davon liegt dasberühmte Portsmouth, das hauptsächlichste Arsenal der Engländer.Der übrige Lheil ihrer Küsten läuft parallel den »nsrigen gcgen-, über. Die Natur hat für unsre Nebenbuhler alles gcthan, unsdagegen alles verweigert. Ihre Küsten sind gesund und reinigen

dagegen wimmeln

Dazen