Druckschrift 
7 (1823)
Entstehung
Seite
43
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Stelle, daß die zwei kleinen Zeilen, die er ihr geschrieben, zweigroße Lügen enthielten, denn es sei jedermann bekannt, daß sienicht seine Frau und daß er nicht Cäsar sei."

Nach dem Diner las uns der Kaiser etwas ans dem Ver-schwender und dem Ruhmredigen rer- Die Lektüre langweilteihm, er gab sie daher ans. Er hatte große Schmerzen in derrechten Seite. Es war die Folge der Nässe, deren er heut Mor-gens beim Spaziercngchn anbgcsetzt gewesen war, und wir fürch-teten sehr, es möchte ein Anzeigen der in diesen brennenden Him-liiclssirichcii nur zu gewöhnlich Krankheit sepn.

Als ich ans mein Zimmer kam, fand ich einen Brief ausLondon, nebst einem Päckchen mit einigen Toilcttensachsn. Eswar ein Kri.gsschiss — der Greis. — so eben aus England an-gclangt.

Donnerstags, am -s. Juli.

lim y Uhr erhielt ich vom Gros - Marschall drei an den Kai-sergerichtete Briese, uni sie- diesem cinzihandigcn. Sic warenvon der Kaiserin Mutter, Prinzessin Pauline und Prinz Lncian.Der leistre war in eine» an mich eingeschloffen, welchen der PrinzL>ci,m von Rom aus am 6. März geschrieben hatte. Ich hatteauch noch zwei von meinem Agenten in London bekommen.

Der Kaiser brachte den ganzen Morgen damit hin, die Pa-piere vom ab. April und iZ. März zn lesen. Eie enthielten denTod der Kaiserin von Oestreich, die Vertagung der Kammern inFrankreich, die Freisprechung von Chambrone, das Urtheil gegenGeneral Bcrtrand u- s. w. Er sprach sehr viel darüber.

Gegen 5 Uhr ließ der Admiral Malcolm ersuchen, dem Kai-ser vorgestcllt zu werden. Er brachle ihm das Journal des De-bets bis zum rZ. März. Der Kaiser trug mir auf, den Admiraleinznführen und sprach mit ihm fast 5 Stunden. Er gefiel demKaiser sehr-, der ihn vom ersten Augenblicke au, ganz wie einenalten Bekannten, mit Herzlichkeit uno Hingebung behandelte.Der Admiral ging ganz in dessen Geiste ans eine Menge von Ge-genwänden ein; er gestand, daß die Flucht von St Helena sehrschwer seyn wurde, und sah keinen Nachtheil dabei, die ganze Jn-ftr dem Kaiser Preis zu geben; er fand es albern, daß man demKaiser nicht.eine Wohnung in Plantativnhouse gegeben habe: erfnbitc, jedoch erst, nach seinem eignen G.nändnisse, seil er sichhier b.,mbe, daß der Lite«, Gem-al, beleidigend sepn könne; er