Druckschrift 
7 (1823)
Entstehung
Seite
13
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ilm glücklich machen. Indessen war jedoch eine Herzogin vonDaier» nach Paris gekommen, in der Hoffnung, sich durch denzwiser verheirathen zu lassen, und der Sohn der Madm- V—

patte Bekanntschaft mit ihr gemacht. Madem. V_glaubte nun,

wenn sie ihrem Liebhaber diese Frau gebe, für das Glück ihresSohnes auf die beste Art zu sorgen- Sie bestimmte also Ber-thier diese Prinzessin von Baicrn zu heirathen. Es giebt aber kei-ne» noch so klug ausgedachten Plan, durch welchen das Glück nichteinen Querstrich mache, bemerkte der Kaiser. Kaum war die Ver-mahlung zu Stande gekommen, als der Mann der Mdm. V-.-.starb und sie nun frei war- Das war nun sür sie und Bcrthiekeine wahre Verzweiflung. Sic waren untröstlich darüber. Verthierweinte dem Kaiser die Ohren voll, der ihn forrschickte. Wie un-glücklich der arme Mann war! sagte er, nur noch etwas Ausdauerund Mdm- V.... hätte seine Fra» werden können! u. s. w.

Donnerstag, am 18. Juli.

Gegen 4 Uhr ließ mich der Kaiser rufen. Er war sehr schwach,ocun er hatte sich in einem sehr heißen Bade 8 Stunden vergessen,und mit dem Hahn des siedenden Wassers sich die rechte Hüfteverbrannt. Awei Bände hatte er im Bade gelesen. Nun ließ ersich rassircn, wollte aber nicht ausgehn.

Um halb 8 Uhr ließ sich der Kaiser zwei Couverts in seinCabinet bringen. Er war bös, daß man seine Papiere in Unord-nung gebracht batte, um sich des Tisches zn bedienen- Er ließ siewieder hinlcgcn und cs mußte ein andrer kleiner Tisch genommenwerden.

Wir plauderten lange. Cr brachte mich auf Gegenstände zu-rück, über die er oft mit mir spricht, und bei welchem ich sucheninnsi mich nicht zu wiederholen, wie viele Reize sie auch übrigensfür mich selbst haben mögen- Wir sprachen viel von unser» jun-gen Jahren, von uuserm Aufenthalte in der Militairschule. Dar-auf ging er wieder zn den Schulen über, die er in Sr. Cyr undSt. Germain errichtet hatte. Endlich kam er auf die Emigration unddas, was er unsre Jnkrnstirtcn nannte. Es war belebtworden, und nach einigen Anekdoten seine Person betreffend, wel-che ich ihm ans der Vorstadt St- Germain erzählte, recht heiter,und so wie die kleinsten Gegenstände, sobald er sie nur berührt, sichvergrößern, so sagte er: Ich sehe es nun wohl, daß ich mcine Ein,richrungcn mit Eurer Vorstadt St. Germain schlecht getroffen habe.