Ich habe entweder zu viel, oder zu wenig gethan. Gerade genuz,um die entgegengesetzte Parti;ei unzufrieden zu mache», und nichtgenug »m mich ganz an die andre anznschließen. Mit Ausnahmeeiniger darunter, die geldgeizlg sind, hatte die Menge sich mitSpiclwcrk und Wind zufrieden stellen lassen, womit ich sie auf:geblasen halte, ohne im Grunde unfern neuen Grundsätzen zunahe zu treten. Ja, mein Lieber, ich habe zu viel und wichetnicht genug gethan, und doch hat mich dieser Gegenstand sehr de:schästigt. Unglücklicherweise stand ich in meinen Absichten allein,alles was, mich umgab, bestritt sie, statt ihnen Vorschub zu leststen, und doch konnte man eigentlich in Eurer Hinsicht nur zmiHauptparcheien ergreifen; entweder auszurotten, oder zu vcr-schmelzen- Die rrstere konnte mir nicht in den Sinn kommendie zweite war nicht leicht, aber ich hielt mich ihr für gewaassen,und i» der Lhat wäre ich auch, nirgend unterstützt, ja vielmehrüberall behindert, dennoch damit zu Stande gekommen. Wäre ich gerie-ben, so war die Sache vollendet. Das wird dem, der das Mensch,liche Herz und den Anstand des geselligen Lebens kennt wunderbarVorkommen. Ich glaube aber auch wirklich, daß man in der Ge-schichte nichts Gleiches findet, daß man kein so großes Resultatwird aufzeichnen können, das in so kurzer Zeit erreicht wordenwäre. Ich hatte die volle Wichtigkeit desselben ermessen. Ichmupte um jeden Preis diese Verschmelzung vollenden, diese Ver-einigung unauflöslich machen. Mit ihr waren wir dann unüber-windlich gewesen Das Gcgenthcil davon hat uns dahingegeben,und kann vielleicht das Unglück und die Ohnmacht des arme»Frankreichs noch lange fortdanern lassen. Ich wiederhole es noch-mals, ich that zu viel oder zu wenig. Ich hätte alle Emigrirrenach ihrer Wiederkehr an mich anfchließcn sollen. Die Aristo-kratie würde mich bald angcbetet haben. Auch bedurfte ich einer
solchen, sie ist nun einmal die einzige wahrhafte Stütze einerMonarchie, ihr Lenker, ihr Hebel, ihr Stützpunkt. Ohne sie istder Staat ein Schiff sonder» Steuerruder, ein wahrer Luftbal-lon. Nun aber beruht der Werth der Aristokratie, ihr Aauber,in ihrem Alter, in der Aeit, und dies waren die einzigen Dinge,die ich nicht selbst schaffen konnte. Aber es fehlte mir eine Mit-telsperson. Hr. v. Breteuil hatte sich bei mir eingeschmeicheltund brachte mich dahin. Hr. v. L... im Gegeiltheil aber, derohnstreitig dort nicht geliebt ward, suchte mich auf alle Weise da-von abzuwenden. Eine vernünftige Demokratie beschränkt sich dar-auf, allein gleiche Freiheit des Begehrens und Erhaltens zu gewäh-