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5 (1823)
Entstehung
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Pays de Baud, das Aargau und die italiänischen Dvigteicn freie, un.abhängige, den übrigen ganz gleich gestellte Kantone würden; daßferner Frankreich und Italien sich über die Aristokratie gewisser Fa-milien in Bern, Solothurn und Freiburg sehr zu beschweren hätten,aber alles vergessen wollten, wenn die Landleute dieser Kantone in ihnpolitischen Rechte wieder eingesetzt würden. Alle diese Verän>derungen wären dann ohne große Anstrengung undohne Armeen dazu nöthig zu haben, bewerkstellig!worden. Aber Rewbell lies, verleitet von Demagogen in duSchweiz, ein andres System ergreifen, ohne auf die Sitten, dikReligion und die örtlichen Verhältnisse der Kantone Rücksicht znnehmen. Man beschloß, die ganze Schweiz einer und derselben,der Verfassung Frankreichs ähnlichen, Konstitution zu unterwerfen.Die kleinen Kantone waren nun aufgebracht, weil sie ihre Freihiirverlieren sollten, und die ganze Schweiz erhob sich gegen eine lim-Wälzung, wodurch allen Interessen Zwang angelhan und alle Lei-denschaften angefacht wurden. Man griff zu den Waffen. UnsereTruppen mußten einrücken und das ganze Land erobern. ESwurde Blut vergossen und ganz Europa in Bewegung ge-bracht.

iv. Zweiter Vorfall. Don der andern Seite setzte,'eneikleine römische Hof, den der Traktat von Tolentino nur erbittert,nicht gebessert hatte, in Folge des immerwährenden Schwindclgci-steS, welcher ihn charaktcrisirt, das System der Abneigung undVergehungen gegen Frankreich fort, um alle Freunde desselben «n>seinem Busen zu erdrücken. Dieses, aus schwachen, unklugen Grei-sen zusammengesetzte Kabincc brachte um sich her die Meinung ge-gen uns zum Gährcn. Es übcrwarf sich mit der CisalpinischcnRepublik, war unvorsichtig genug, den ostreichischen GeneralProvcra an die Spitze seiner Truppen zu stellen und reizte seineParthet auf alle mögliche Weise auf. Es entstanden Tumulte inRom. Duphot, ein junger hoffnungsvoller General, welchersich als Reisender in Rom befand und die Unordnung zu stillensich bemühte, wurde vor dem Hause deö französischen Ambassadeurs«mgebracht und dieser letztere, Joseph, der Bruder des Gene-rals, zog sich nach Florenz zurück.

Napoleon wurde jetzt um Rath gefragt und antwortete, wie ergewöhnlich zu sagen pflegte: Ein Ercigniß dürfe niemals über diePolitik — wohl aber müsse die Politik über die Ereignisse herr-schen. So groß auch daS Unrecht sey, welches jener unfähigerömische Hof habe, so bleibe dennoch die Parthei, welche man ihmgegenüber zu ergreifen habe, eine sehr wichtige Frage. Man müßte