Druckschrift 
5 (1823)
Entstehung
Seite
113
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.den beide» große» Mächten seinen Sitz ini Gebiete der Revubüki aufschlagen, nnd ihre Souveränität von dem Augenblicke an vcrlo,ren seyn würde. Die erste Pflicht jedes Fürsten sey die, seine. . Unterchanen zu beschützen, würden sie dies aber, konnten sic dl:s^ 'seyn, wenn man den Kriegsschauplatz in ihrem Gebiete aufschlagcni lasse? Die Felder würden nacheinander von beiden Armeen vcr-^ wüstet, die Städte abgebrannt werden. Dann würden die unglück-lich gewordenen Völker alle Achtung sür die Dbcrbehörde, welchei.sie jetzt verlasse, verlieren. Die Keime der Unzufriedenheit nndEifersucht, welche schon vorhanden waren, würden mit Gewalt, Zähren, und die Republik verschieden, ohne selbst das Bedaurender Geschichte zu verdienen.

Die Meinung, an welche sich alle alte Senatoren anschlossen,war die, keinen entschiedenen Antheil zu nehmen,Sie gestanden, daß alle diese Erfahren wahr seyen, daß manzugleich -ücstreichs Ehrgeiz und Frankreichs Grundsätze zu fürchtenhabe, aber diese Uebel wären glücklicherweise vorübergehend. Mitj Benehmen und Geduld würde man die Unannehmlichkeiten, dieman fürchte, vermeiden können. Die Franzosen wären von Naturverträglich und leicht zu handhaben, auf seine Weise und durch ge-schickte Gouverneurs, die ein großes Haus machten, und zu gehei-men Ausgaben einen leidlichen Fond hätten, würde man sich der^ Gemüchcr der Anführer der Franzosen leicht bemächtigen, und^ deren gute Meinung gewinnen können. Wolle man jetzt einebewaffnete Neutralität erklären, so erkläre manFrankreich geradezu den Krieg. Man könne diesem dieThore nicht schließen, die man seinen Feinden geöffnet habe, ohneihm die gegründetste Ursache zum Kriege zu geben. Wie könnteman aber ernstlich daran denken, ihnen mit einigen Tausend Mann' Sklavonicrn Widerstand zu leisten?! Auf die Brescianer weder,

' noch auf die Bergamasken könne die Republik zählen. Diese wür-den sogleich aufstchen, und wenn es zur Schlacht käme, würdendie Franzosen in ihren Anhängern auf dem Festlande ein AuSglei-, chungsmittel für die Aushebungen finden, die man gegen sie in' Dalmatien anstelle» könnte. -Ohnstreitig sey das Uebel groß, dieKrisis gefährlich; aber so weit sey man denn doch noch nicht ge-^ bracht, wie jene erhitzten Köpfe es verstellten. Die Republik habe^ schon andre Stürme Überstunden, rS gelte hier nur, Zeit zu ge-i Winnen. Durch diese weisen Grundsätze hätten sich ihre Vorfahrenv aufrecht erhalten. Glücklicherweise habe die Vorsehung ihre Haupt-stadt in einer unnehmbaren Stadt bestimmt. Alle An-strengungen der Republik müßten nur dahin gehen,tz. Cafes Tages. 5 . Bd. 8