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vom Schauplatze entfernt, daß sie diese Angelegenheiten als für st,ganz fremd ansehcn und neutral bleiben wollten. Als der GrafLille Verona zu seinem Aufenthalte wählte, erlaubte dies Vcnebiznur nach Einwilligung deS öffentlichen Wohlfahrtsausschusses, daden Prätendenten lieber zu Verona, als irgend anderswo sah.
Als die französischen Heere im Jahr 1704 gegen Oneillo mai-schirten und zu Savona Lager schlugen, glaubte man Italien mit „1 >nem Einfalle bedroht und mehrere Mächte vereinten sich zu eiamKongresse in Mailand. Venedig schlug es ab, ihm beizuwohue», 'nicht alS ob cs mit den französischen Grundsätzen einverstanden geivesi«wäre, sondern weil es fürchtete, sich -Oestrcichs Willkühr hingehl» fzu müssen. Uebrigens schien ihm auch die Gefahr noch sehr Mentfernt.
il. Ansichten im Senat: Die erste ist die den 'Freunde Lestreichs, die zweite die der alten Senatsren, die dritte die der Freunde Frankreichs. — All!aber Napoleon nach Mailand vordrang und Beaulieu sich voll Schal-ken hinter den Mincio flüchtete, alS er nach PcScara kam und dort seine»rechten Flügel anlehnte, um jenen Fluß zu vertheidigen, da wuchs!»Unruhe und Besorgnis; in der Republik riesengroß. Derungchcm,.Raum, welcher bis^ dahin den Kampf der Demokratie und AristokM ^getrennt hatte, war übersprungen. Der Krieg der Grundsätze so wi^.der der Kanonen begann nun bereits im Schooßc des Staats. Leb- >hafte und stürmische Streitigkeiten erregten diesen, der sich i»! 'drei Meinungen theilte. Pezzaro und die jüngsten Senatoren,"welche an -Ocstreich hiengen, begehrten, daß man sich 'gegen Frankreich erkläre. Sie wollten die Neutralität, abereine bewaffnete. Man sollte starke Besatzungen nach PeScaro,Brescia, Bergamo, Porco-Lcgnano und Verona legen, und dich!!L>rce in Kriegszustand erklären. Man sollte 50,000 Mann aushe-ben, die Lagunen schnell befestigen, Kriegsschaluppen dort einrichtc», ^ein Geschwader für das adriatische Meer bewaffnen, und in dieser >furchtgebietenden Stellung jedem, der von da an das Gebiet ver-letzen wolle, Krieg erklären. Die Anhänger dieser Meinung sagten,daß, wenn die letzte Stunde einmal erschienen, es besser sey, mitden Waffen in der Hand, als in Schmach unterzugehen, daß mandurch Derthcidigung seines Gebiets das Eindringen der französischenGrundsätze vorzüglich verhindern werde, daß man bei den kriegfüh-renden Theilen um so mehr auf Schonung rechnen könne, je mehr ,man sich in den Stand gesetzt habe, sie zu fordern, daß, wemman dagegen ruhig die Thore öffne, und die Franzosen in diegrößern Städte des Festlandes einziehen lasse, der Krieg zwischen