haste Eifersucht auf dieselbe. „Ich wollte einmal mit ihrMalmaisou fahren, sagte der Kaiser. Aber schon über den dich,Derschlag zerfloß sie in Thränen. Sie wolle mich nicht behindern,zu ihr zu gehen, so äußerte sie sich, nur möchte sie nichts dar«,wissen. So oft sie aber merkte, daß ich diese Absicht hatte, Wvon ihrer Seite keine List unangewendct, um mich zu fesseln. Singing dann nicht von meiner Seite, und da ich mithin wohl einsa^daß jene Besuche ihr vielen Kummer machten, so that ich i»i,jGewalt an, und kam fast gar nicht mehr nach Malmaison. Weiijich jedoch einmal hinging, so gab cs von dieser Seite immer >»i„der Thronen und Tracasscrien aller Art. Iiosephine hatte stajdas Beispiel der Gemahlin Heinrich dcS IV. vor Augen und zmiin der guten Absicht, es nachzuahmen. Diese, sagte Iosephine, Hai,nach ihrer Scheidung zu Paris gelebt, sey am Hose gewesen, mlhabe an der Proccssion bei dem Frohnleichnamsfeste Theil geno»»men. Sie, Ioscphine, sey noch in viel besserer Lage dazu, hckihre eigenen Kinder, und könne keine weiter haben:c."
Iosephinc hatte eine vollkommene Kcnntniß von allen Charak-ter-Eigenheiten des Kaisers und einen bewundernswürdigen TOdiese Kenntniß in Anwendung zu bringen. „Nie ist zum Beispielder Fall eingetrctcn, sagte der Kaiser, daß sie etwas für Eugr»gebeten, selbst nie, daß sie für etwas gedankt hätte, was ich sclmfür ihn gechan hatte; nie hat sie sogar, an den Tagen besondemGunstbczcugungen dieser Art, mir eine größere Ergebenheit oderGefälligkeit bewiesen, so sehr lag es ihr am Herzen, ihre Ansickkund zu geben und auch mich zu überzeugen, daß alles das nick!ihre, sondern mehr meine eigne Sache sey, und daß ich darinnen mei-neu eignen Vortheil erkennen solle und müsse. Ich zweifle gar nichtdaß sie oft den Gedanken gehegt hat: ich würde ihn, Eugensadoptiren, und zu meinem Nachfolger ernennen." ^
Der Kaiser hielt sich für überzeugt, daß sie niemand liebn!gehabt habe, als ihn. Er äußerte dabei lächelnd, sic würde sick>selbst von einem verliebten Rendcz-vous losgerissen haben, um z»lihm zu kommen. Nie wollte sie, um alles in der Welt nicht,von einer Reise Zurückbleiben, mochte dieselbe auch noch so bc«schwerlich scyn. Keine Ermüdung, keine Entbehrung hielt sie!ab. Sie war zudringlich, sic brauchte jede List, um immitzukommen. „Stieg ich mitten in der Nacht in den Wäger,um noch so weit wegzureisen, so fand ich zu meinem Erstaunt»Zosephincn darinnen, wenn sie auch nicht hatte mit mir reise»sollen.— Aber cs ist ganz unmöglich, daß Sie mitkommcu ken-nen, ick reise gar zu weit von hier, was würden Sic nicht allesauezustchen haben. — Gar nicht das Geringste, erwiedercc Io-