j ftphlne. — Und dann muß ich ja im Augenblick schon fort. —>2ch bin auch vollkommen reisefertig. — Sie bedürfen ja eines, großen Gefolges. — Gar keines, sagt sie, cS ist schon für alles
^ gesorgt: — und mehrcnthcils mußte ich dann nachgeoen.
§ „Alles wohl erwogen, schloß der Kaiser, hatte Josephine Ihren^ Gemahl glücklich gemacht, und sich immerwährend alö seine zärc«j. llchste Freundin erwiesen. kinablässig und bei jeder Gelegenheit
H bewahrte sic ihre Unterwerfung, ihre Ergebenheit und die unbe-
, schränkleste Nachgiebigkeit, lind so habe auch ich ihr immer das
herzlichste Andenken geweiht, und die innigste Dankbarkeit für siej empfunden.
, „Iosephine, sagte der Kaiser, rechnete jene Neigungen und, Eigenschaften der Unterwerfung, der Ergebenheit und des Zuvor«> .kommens zu den politischen Tugenden ihres Geschlechts, und tadelte, und schmälte ihre Tochter Hortensia, so wie ihre Verwandte
, .Stephanie über diesen Punkt sehr oft aus, weil diese nicht
gut mit ihren Männern lebten, Eigenwillen zeigten, und ganz un»^ abhängig von ihnen seyn wollten.
1 „LouiS, sagte der Kaiser bei dieser Gelegenheit, war ein§ durch das Lesen von Jean Jacques verzogenes Kind. Er hatte
, nicht länger alö einige Monace recht gut mit seiner Frau seyn
, können. Viel Ansprüche von seiner, viel Vernachlässigung von, Ihrer Seite, darinnen bestand das Unrecht beider. Doch liebten siesich, alS die Verbindung geschlossen wurde, und wollten einander,chlebrigens war allerdings diese Ehe ein listiges Werk Joscphincns,-welche dabei ihre Rechnung fand. Ich hätte mich lieber dadurch'andern Familien näher gebracht, und hatte deshalb auch schoni einen Augenblick an eine Niece von Talleyrand gedacht, welche
nachher Madame Zuste de Noailles geworden ist."
Man hat die allerlächerlichsten Gerüchte über die Verhältnisseverbreitet, in welchen Napoleon mit Hortensia gestanden haben,! und sogar behauptet, daß ihr ältester Sohn von ihm gewesen
! seyn soll. Aber dergleichen Verhältnisse wären, sagte er, ihm nie
ln den Sinn gekommen und gegen sein sittliches Gefühl. Wernur einigcrmaaßen mit der Lebensweise in den Tuiicricn bekannt>sey, müsse wohl begreifen, daß er sich an viele andere habewenden können, und nicht nöthig gehabt hätte, solch eine un-natürliche und empörende Wahl zu treffen. „Louis wußte derglei-chen Gerüchte gehörig zu würdigen, bemerkte der Kaiser, aber
seine Eigenliebe, seine Sonderbarkeit fand doch großen Anstoßdaran und er bediente sich ihrer oft als Vorwand.
„Bei alle dem, fuhr er fort, hatte doch die gute, die edle,die ergebne Hortensia so manches Unrecht gegen ihren Gemahl; ich