Druckschrift 
5 (1823)
Entstehung
Seite
58
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überhäufte eö mit Liebkosungen. Eugene erzählte hieraus der MG ^ter daS Benehmen dcö jungen Generals, und diese eilte, ihm 'einen Besuch zu machen. „Bekannlermaaßen, sagte der Kaiser, ^glaubte sic an Ahnungen und Hexenkünste. Man hatte ihr in de, ,Kindheit prophezeit, sie werde ein großes Glück machen, und eine !regierende Fürstin werden. Man weiß ferner, wie listig sie war, ^und endlich hat sie mir selbst nach der Zeit oft wiederholt, daß beider ersten Erzählung Eugens ihr daS Herz geschlagen, und sie »o,diesem Augenblick an einen Schimmer ihres Glücks, die Erfüllung,jener Weissagungen in der Ferne gesehen habe:c.

„Eine andere charakteristische Eigenheit IoscphinenS war eilstimmerwährendes Verweigern. Zu welcher Zeit ich auch etwas v»lpihr begehren, welches Verlangen ich ihr auch äußern mochte, ihsterstes Erwiedern war stets ein Weigern, ihr erstes Wort ein Nein!!und dieses Nein war nicht etwa so eigentlich erlogen, cs war ein,Vorsicht, ein bioscS Wehrmittel. — 2a, das ist eS eben, sag!«er jetzt zu Madame Vertrand, was uns so ganz von ihnen, mein,Damen, unterscheidet, übrigens aber im Grunde nur in dem lin-terschiede des Geschlechts und der Erziehung liegt. Sie liebinstund man lehrt sie dennoch Nein zu sagen. Wir hingegen findaieinen Ruhm darinnen, zu sagen, daß wir lieben, selbst wenn eSsnicht der Fall ist. Dies ist der Schlüssel zu unserm so verschiebt,!nen Betragen. Wir sind nun einmal nicht, und sollen auch im!Leben nie von einerlei Art und Weise seyn.

„AlS während der Schreckenspcriode Iosephine sich im Gefängstniß befand, und ihr Gemahl auf dem Schaffst gestorben war,-hatte man Eugen bei einem Tischler untergebracht; er staiiistbuchstäblich in der Lehre und in der Arbeit bei ihm. Mit Hontensien war es nichts bessers; Sie befand sich, wenn ich nich!irre, bei einer Wäscherin."

Fouche war eS, der zuerst die unglückliche Seite wegen d«Scheidung berührte. Er gab, ohne Auftrag dazu zu haben, 3o-sephinen den Nach, ihr Eheband für Frankreichs Wohl zu lösen.Der Augenblick war aber damals für Napoleon noch nicht gekom-men, und cs brachte daher jener Schritt großen Verdruß undUnfrieden in sei» Haus. Der Kaiser war darüber sehr aufge-bracht, und wenn er damals dem lebhaften Verlangen ZosephinenSnicht nachgab, und Fouchs nicht auf der Stelle fortjagte, so geschahdies einzig und allein, weil er doch schon im Geheim bei sich selbstdiese Scheidung beschlossen hatte, und durch eine solche Bestrafungder öffentlichen Meinung nicht cntgegcnwirken wollte. In jedemFalle muß man Ioscphinen die Gerechtigkeit wiederfahrcn lassen,daß sie gehorchte, sobald er cs wollte. So groß ihr Schuierj