>. „Was meine häuslichen Freuden betrifft, so hätte ein solchesj Unterpfand Joscphincnü Ruhe befestigt, und einer Eifersucht Eren«
» . zen gesetzt, die mich um allen Frieden brachte, denn diese Eifersucht
s entsprang mehr aus der Politik, als aus dem Herzen. Josephine
> sah die Zukunft voraus, sie zitterte wegen ihrer Unfruchtbarkeit,
, und fühlte wohl, daß die Ehe nur durch Kinder eine wahre voll»
i kommene Ehe ist; gleichwohl hatte sic sich verhcirathct, als sie
!> keine Kinder mehr bekommen konnte. Je höher ihr Glück stieg,
desto mehr wuchs ihre Unruhe; Sie suchte Hülfe aller Art bei Ar;«ij ueimittcin, und stellte sich oft, als ob sich ein guter Erfolg davon
il gezeigt habe. Als sie aber aus alle Hofnung verzichten mußte,
« suchte sie ihren Gemahl auf die Idee eines großen politischen Be»
in trugs hinzuleicen, und wagte am Ende sogar denselben ihm geradezu
>! vorzuschlagen.
»i „Josephine war dem Lupus im höchsten Grade ergeben, mi»e ordentlich und nachlässig in der Wirthschast, wie das den Creolen
»I eigen ist. Es war unmöglich, sie auf einen festen Etat bei ihren
ft Ausgaben zu setzen; denn immerfort hatte sie Schulden, und wenn
k der Augenblick hcrankam, wo sie bezahlen sollte, gab das gewöhn»
e llch zu Auftritten Anlaß. Sie schickte dann oft zu den Kaufleuten
!l und licS ihnen sagen, daß sie nur die Hälfte angeben möchten.
Uebcrail, selbst auf der Insel Elba noch, haben mich die Rech»>! nungen von Jofcphinen aus allen Theilen Italiens verfolgt."ei Jemand, der die Kaiserin Josephine schon zu Martinique
> . kannte, hat dem Kaiser mancherlei Dinge aus ihrer Jugend unde von ihrer Familie erzählt. Es ist vollkommen wahr, daß man ihr
> schon in der Kindheit öfters vorausgesagt hat, daß sie einst eine
e Krone tragen werde. Eben so merkwürdig und nicht minder bizar
l ist cs, daß daö heilige Lclfläschchen, aus welchem ehemals unsre
S Könige gesalbt wurden, wie viele behaupten, von ihrem erste»
Gatten, dem General Beauharnais zerbrochen worden^ seyn soll,weil er gehofft habe, durch diese Handlung die auf einen Augen»I blick verlorne Gunst dcS Volks sich aufs Neue zu erwerben.
' Man hat tausend abgeschmackte Geschichten über die VerbindungNapoleons mit Josephinen gesagt und geschrieben. In den Feld»zügcn von Italien wird man aber die erste und wahre Ursache ihrer- Bekanntschaft und Verheirachung finden. Eugene, der damals noch
ft ein Kind war, gab die erste Veranlassung dazu. Nach dem Ven»
> dcmiaire ging er zu dem csmmandirenden General der Armee deS
' Innern (Bonaparce) um von ihm den Degen seines Varers zu
: erbitten. Der Adjutant LemarreiS führte den Knaben ein, und
dieser ficng an zu weinen, als er den Degen seines VatcrS erblickte.Der Lbergeneral war gerührt von diesem Gefühl des Kindes, und