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Freundschaft. 3» jedem ander» Falle bleibe ich still, ob ich gleichfein zuhore; man müßte mich denn fragen, oder mich ausS äußerst,treiben. Wie dem auch sey, so fand ich mich doch in meiner Labensdunkelheic vom allgemeinen Wohlwollen umgeben, dagegenmeine Erhebung mir direkte Feinde und jenes unbestimmte Gefühlder Eifersucht und des Uebelwollenö zuzog, das den Glücklich«stets nachschreitet, Nun zeigten die Journale, die seit lang,,
Zeit sich in jeder Art der schmeichelhaftesten und günstigste«Ausdrücke über den historischen Atlas erschöpft hatten, welche Ar.tikel darin schlecht seyen, und wenn man auf den Grund ging,bekannte der Rezensent frei, daß doch nur Verschiedenheit der Mei<nungen und politische Stellung die einzigen Ursachen davon wären
„Das Institut erstattete einen Bericht über die seit einige»2ahren erschienenen Werke. Der Atlas war darin gemißhandelt.
„Als ich mich einst zufällig und unter meinem Namen Lesagimit dem Verfasser dieses Berichts in Gesellschaft fand, bezeug«ich ihm meinen Kummer darüber. Er bekannte mir aufrichtig, daßWerk und Autor ihm unbekannt gewesen wären, daß da er je»,Arbeit nicht allein habe vollenden können, er sie gethcilt. DuArtikel Lefage sey ihm noch mir viel härtern Ausfällen übergebe»worden, als er nachher erschienen, indem er ihn sehr gemäßig!habe. Zch habe dabei deutlich gesehen, fuhr er fort, daß SieFeinde unter uns haben, und die verdanken Sie ihren Lebensge-wohnhcitcu, ihrer Lage. Sie haben sich mit einem gewissen Herr»Grafen, ich weiß nicht wie er heißt, verbunden, der Stellen bäHofe bekleidet. Hofleute aber und Wissenschaften schicken sich nichtgut zusammen. Die Herrn dort gehören nicht zu unS. Man sag!,Sie machten die Arbeit, und er gebe das Geld dazu her. Wozudas? Unstreitig benutzt er Sie für sich, dieser Herr Graf! D»ihr Werk wirklich recht brav ist, so hätte Ihnen ihr BuchhändlerCredit gegeben. Uebrigens sage ich hier weiter nichts, als waS ichgehört habe, und meine es gut mit Ihnen. Wollen Sie unser»Beifall, so müssen Sie sich unS mehr nähern, sich mit unfern A»'sichten cinverstehen, und die Vornehmen bei Seite lassen.
„Ich antwortete ihm mit möglichster Schonung, daß Ich ihmallerdings danke, aber seiner Moral nicht ganz folgen könne, daßer meinen Freund falsch beurtheile, daß unsre Börse, wie unsereExistenz gemeinschaftlich waren, unsre Verbindung, unsre Innigkeitunauflöslich, daß wir uns versprochen hätten, unS nie von einanderzu trennen, sondern zusammen zu leben und zu sterben, und daßes sehr schwer fallen dürste, uns davon abzubringen. Kurz eswar eine wahre Komöbienscenc. Einige Zeit darauf speiste ich brieinem Prinzen, ich saß neben ihm, und war ganz im höchste»