Druckschrift 
5 (1823)
Entstehung
Seite
43
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s. alles entzückte, war dies, daß er ganz bestimmt überzeugt war, mit

n, ehrlichen Bürgersleuten zu thun zn haben, und doch waren eS

k, Damen hohen Standes. Er wollte mich gar nicht fortlassen, ich müsse

e, wiederkommen, sagte er, und werde nebst jedem, den ich mitbrächte,

t. stets eben so freundlich ausgenommen werden. Ach! er setzte mich

t> nicht in die Verlegenheit, davon Gebrauch zu machen, denn schon

einige Tage darauf las ich in den Zeitungen den Tod dieses inni»ch gen und wahrhaften Freundes.

n, -Mit dem Beginn meiner Ehrenstellen endete auch in jeder Hin»

i, sicht das goldne Zeitalter meines Werks. So bald ich wieder bei

Hofe erschien, und mich Ew. Majestät näherte, hielt ich ähnliche,j Beschäftigungen nicht mehr für schicklich. Ich vertraute sie einemytten Schulfreund an, der gleich mir ausgewandert gewesen, dieseri, aber wußte sich nicht so viel Vortheil davon zu verschaffen,z - Beim ersten Erscheinen auf meinem neuen Felde erhielt Ich

li lanfangS noch immer von allen Seiten große Lobsprüche über mein

id Werk, ich antwortete aber nur oberflächlich daraus, wie man cS

ß nwa bei einem Balle thut, wenn man seine Maske abgelegt hat.

Als man bemerkte, daß ich selbst nicht wieder davon anfieng, daß>, «ich es nicht anführtc, daß ich ausführliche Gespräche darüber ver»

i, rnied, hörte man auf, mit mir davon zu sprechen, und wunderte

ik sich am Ende sogar darüber, daß ich es geschrieben habe, wenn

- -man es auch nicht in Zweifel zog.

n -Mein Lieber, sagte hier der Kaiser, selbst bis auf unfernHelfen ist dieser Zweifel gedrungen. - Man hat behauptet, michh 'versichern zu können, daß dieses Werk nicht von Ihnen selbst sey^

h sondern daß Sie eS gekauft hätten, und wollte dies unter andern damit

t. beweisen, daß es sehr ungewiß sey, ob Sie es auch selbst von

^ Grund aus kennten, weil Sie nie davon sprächen. Daraus habe

-d ich denn weiter nichts geantwortet, als: Habt ihr denn aber je

eine Frage an ihn gechan, die er euch nicht vollständig beantwor».lec hätte? Und dann sind es ja ganz seine Phrasen, sein Styl,, dieselben Ausdrücke u. s. w.

uIch crgegnete daraus: Es haben wohl viele geglaubt, daß ich,f durch diese Ableugnung verlor, aber ich zog den guten Geschmack-r der Marktschreiers vor, und übrigens folgte ich auch dabei meinerNatur. Ew. Majestät schilderten uns ohulängst Sycys, wie erz mit Aussätzen voll Projekte bepackt eintritt, und beim ersten Worte

i des Widerspruchs, sobald er sich zcnöchigt sehen würde, sie zu

r verlheidigen, feine Pappiere wieder anftaft, und damit davonläuft,

h Nun, gerade so bin ich auch. Ich habe nie das große Wort

i führen, nie vor der Welt meine Meinung vertheidigen können, ich

, bedarf dazu dcS AnschnS meiner Stelle, oder der Hingebung der