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5 (1823)
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Austerlitz erschütterte unS, ohne uns jedoch zu besiegen; aber Tilsitunterjochte Alle. „Ew. Majestät, sagte ich, haben selbst darüberurtheilen und sich bei Ihrer Rückkehr an der Allgemeinheit der Hul-digungen, des Jubels und der Glückwünschungcn ergötzen müssen."

„Das will denn also so viel sagen, encgegncte der Kaiser la-chend, daß wenn ich damals mich Härte den Vergnügungen undder Ruhe hingcbrn können oder wollen, wenn ich die Rolle deSMüssiggängers gespielt und Alles so ganz den alten Gang ange-nommen hätte, so würde ich von euch angebetet worden seyn.Aber, mein lieber Freund! hätte dieß auch wirklich mein Geschmackund mein Dille seyn können, — was jedoch gar nicht in meinerNatur lag, — so würden doch die damaligen Verhältnisse mir eSnicht »erstattet haben.

Der Kaiser ging jezt auf die unzählichen Hindernisse über, vondenen er stets umringt war und welche ihm immer seine Handlun-gen verschrieben. — Als er hierbei auf den Krieg in Spanien kam,sagte er- „Dieser unglückliche Krieg war mein Verderben; er verein-zelte meine Kräfte, vermehrte meine Anstrengungen, griff meineMoralität an und gleichwohl konnte man die Halbinsel den Machi-nationen der Engländer, den Intriguen, der Hofnung und demVorwände der Bourbons nicht preiß geben. UebrigenS verdientendie Spanischen Bourbons wohl nicht, daß man sie fürchtete. InBeziehung auf das Nationale waren sie uns und wir ihnen ganzfremd. Ich habe im Schlosse Morrach, wie zu Bayonne gesehen,daß Karl der lVte und die Königin die Frau von Montmorency

nicht von Frau von B.unterscheiden konnten. Der lez-

lere Name war ihnen bekannter aus den Zeitungen und öffentlichenVerhandlungen. Die Kaiserin Ioscphine, welche den allerfeinstenTakt in diesen Dingen hatte, konnte das nie vergessen. Bei alledem lag diese Familie vor mir auf den Knieen, daß ich irgend einMädchen an Kindesstatt annehmcn und sie zu der Prinzessin vonAsturien machen möchte. Namentlich wünschten sie Mademoisellede Tascher, dann die Herzogin von Aremberg; persönlicheRücksichten hielten mich davon zurück. Ich richtete, für einen Mo-ment, mein Augenmerk hierbei auf Dcmoisclle de la Rochcfau-eaulk, die nackherige Fürstin Aldobrandini; aber ich bedurftejemand, der mir wahrhaft ergeben, ein Weib das ganz Fran-ösinwar, das Kopf und Talente hatte, und fand nicht was ich suchte."

Der Kaiser kam nun auf den Krieg in Spanien zurück undfuhr fort: „Dieses Unternehmen hat mich ins Unglück ge-

stürzt. Alles Unheil knüpft sich an diesen facalen Knoten. Eshat meine Moralität in ganz Europa vernichtet, mich in eineMenge von Verlegenheiten gebracht, die englischen Soldaten in die