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Franzosen mit Recht ihre verbrecherischen Ausschweifungen zu. DieEngländer haben keine Entschuldigung dieser Art für sich.
„Die Armee war in England an allen Schrecknissen, an allenErcuelchaten schuld; sie war die Geißel der Bürger.
„In Frankreich hingegen erwarb sich die Armee den größtenDank. Ihre Triumphe im Ausland minderten die gräßlichen Er-eignisse im Innern und liefen sie vergessen. Sie war es, die demDatcrlande die Freiheit, dem Ruhme seine Trophäen gab.
„In England war die Restauration das eigene Werk der Eng-länder. Sie wurde mit der lebhaftesten Freude angenommen; dieNation entgieng dabei der Sklaverei und hoffte die Freiheit wieder-zufindcn.-In Frankreich war eS nicht so ganz der näm-
liche Fall.
„Endlich stürzte In England ein Schwiegersohn den Schwieger-vater vom Throne. Er wurde dabei von ganz Europa unterstützt;sein Werk Ist unvergänglich und hochgeachtet.
,,2n Frankreich hingegen ersaßt der Erwählte eines Volkes,das er schon fünfzehn Jahre mit völliger Zustimmung im Innernwie im Auslände regiert hat, die Krone wieder, von welcher erglaubt, daß sie ihm gehöre. Ganz Europa erhebt sich dagegen inMasse, und erklärt ihn für geächtet. Eilfmalhunderttausend Men-schen ziehen gegen den einzigen Mann zu Felde; er unterliegt, manwirst Ihn In Ketten und will nun sein Andenken niit Schmach be-decken!!!"
Montag, den 6. Mai.
Ich wurde um 9 Uhr zu dem Kaiser gerufen. Es quälten ihndie Bestimmungen deS neuen Gouverneurs und besonders der Ge-danke, man könne sich wohl gar unterstehen, das innere Heiligthumseiner Wohnung zu verletzen. Einer solchen Beleidigung zog er vor,zu sterben. Er war entschlossen, alles dagegen zu wagen. EineKatastrophe schien ihm ganz unvermeidlich. Er glaubte, daß sieanbesohlen sei, daß man dazu nur einen Vorwand suche und warfest bestimmt, ihm nicht auszuweichen.
„Ich bin auf alles gefaßt," sagte er zu mir in einem ver-traulichen Augenblicke. „Sie werden mich hier umbringen, das istgewiß"-
Er lies den Doktor L'Meara kommen, um seine persönlicheGesinnung kennen zu lernen und trug mir auf, ihin zu dollmet-schen, daß er bis jetzt sich keinesweges über ihn beklage, daß erihn vielmehr für einen braven Mann halte und ihm den Beweisdafür dadurch geben wolle, daß er mehrere Fragen an ihn richtenwerde. Es sei ihm nehmlich zu wissen nöthig: ob er sich als sei-