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neu, ihm persönlich angehörendcn, oder alS den Arzt eines Gefäng-nisses betrachte, der von seinem Gouvernement eingesetzt worden?ob er sein Vertrauter oder sein Wächter sei? ob er Berichte überihn zu erstatten habe, oder aus Verlangen über ihn erstatten wür-de? 2» dem einen der beiden Falle werde der Kaiser gern seineDienste annehmen und sür diejenigen erkenntlich sepn, welche erbercicö geleistet hatte — in dem andern aber müsse er ihm dan-ken und bitten, dieselben nicht sortzusctzen.
Der Doktor antwortete mit großer Bestimmtheit und WärmeiSeine Dienstleistung gehöre nur seiner Kunst an und habe mic derPolitik nichts zu schaffen; er betrachte sich als den Arzt der Persondes Kaisers und jede andere Rücksicht bleibe ihm ganz fremd. Er habekeinen Bericht über ihn erstattet, man habe solches noch nicht vonihm verlangt und er könne sich auch keinen Fall denken, der ihnbewegen würde, es zu thun, als wenn der Kaiser in eine schwereKrankheit verfallen sollte, die es nothwendig werden ließe, mehrereKunstverständige zu Rache zu ziehen u. s. w.
Um drei Uhr gieng der Kaiser ln den Garten, in der Absichtauszurciten, nachdem er Gourgaud lange diccirc und seine Epochevon 1815. ziemlich beendet hatte. Er war zufrieden mit feinerArbeit.
Ich wagte, ihm nun die deS Consulats anzucmpfchlen — jeneglänzende Periode, in welcher eine ganz aufgclösere Nation aufwundervolle Weise In ihrer Gesetzgebung, ihrer Religion, in ihrerMoralität, in ihren Grundsätzen, ihrem Gefühl für Ehre und Ruhm,mit dem Beifall und zum Erstaunen von ganz Europa, neue Fe-stigkeit erlangte.
2ch war damals in England, sagte ich, die Masse der Emi-granten daselbst wurde von diesen Erscheinungen im höchsten Gradegerührt. Man erkannte die Zurückberusung der Priester und derEmigranten für eine Wohlthat an und die größere Menge dersel-ben eilte, sie zu benutzen.
Der Kaiser fragte, ob unS das Wort Amnestie nicht verletzthabe. «Nein, antwortete ich, wir kannten alle die Schwierigkeiten,welche der Erste Consul unserthalber erfahren hatte — wir wuß-ten, daß wir alles Gute bei dieser Maasregel nur ihm schuldigwaren, daß er allein uns wohl wollte, und alles Böse hierbeivon denen kam, die er uns zu Liebe bekämpfte. Späterhin, fuhrich fort, als wir nach Frankreich zurückgckehrt waren, fanden wirallerdings, daß der Erste Consul in Hinsicht auf unser Vermögenuns hätte besser behandeln können, und dies sogar, ohne daß cs ihmMühe gekostet haben würde; er durfte sich nur ganz ruhig und