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10 (1824)
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daß ein anderer dort große Dienste geleistet, daß er dabei sogar dieeignen Interessen gefährdet habe, und man ihm dafür wohl dankbarseyn möchte. Das sind denn dergleichen Arrangements, die ohneZweifel zu jener Aeußerung einer sehr vornehmen Person in WienAnlaß gegeben haben, der in einem ärgerlichen Momente gesagthat: Der kostet mich meine Augen im Kopfe. Allerdieser unedle Verkehr, alle diese schändlichen Geschichten werdeneinst an den Tag kommen. Dann wird man erfahren, welche enor«men Summen vermacht oder verschlungen worden sind. NeueBriefe von Barillon werden mit der Zeit darüber erscheinen, abersie werden unö »ichcS Neues entdecken, werden Niemands Ehrebrandmarken — die Mitlebenden sind hierbei schon zuvorgekommen."

Nach diesem kräftigen und langen Ausfälle, bei welchem ichNapoleon zum erstenmale vielleicht im vertraulichen Gespräche mitso viel Feuer und Bitterkeit gegen Menschen sprechen hörte, überwelche er sich persönlich zu beklagen hat, schwieg er einige Augen«

blicke still, und fuhr dann fort: „Und dieser C. besaß die

Kunst, sich immer auf Lord W. (den der Kaiser in diesem

Augenblicke unter den Ministern vorfand) zu stützen. W.

ist seine Kreatur geworden. Sollte man es wohl für möglich hal«

ten, daß der neue Marlborough hinter einem C. hcrläust?

daß er seine Siege an die Schändlichkeitn eines politischen Markt«

schreiers knüpft? Schämt sich denn W.... . nicht, so etwas

von sich sagen zu lassen; kann sich sein Geist nicht zu der Größeseiner Siege erheben?" —

Zch habe im Allgemeinen bemerkt, daß es dem Kaiser zuwider

war, den Lord W. zu nennen. Wenn auch die Gelegen«

heil dazu sich darboc, so vermied er dennoch, seine Meinung überihn auszufprechen. Ohne Zweifel hielt er es für unpassend, denverächtlich darzustellen, unter dessen Streichen er gefallen war.Diesmal aber lies er seiner Zunge freien Lauf, und sprach sich ganzfrei und offen über ihn aus. Das Gefühl aller der unwürdigenDinge, die man über ihn auszuschütten sich erlaubt hatte, wirktein diesem Augenblicke gewiß mit aller Kraft auf ihn. Nie habeich ihn, der sich sonst so gleichgültig und ruhig über diejenigenäußert, die ihm daS größte Leid angethan haben, so warm gesehen.Seine Gebehrdcn, sein Ton, seine Züge waren, als ob er einenFluch aussprcchen wollte. Ich war ganz erschüttert davon. „Manhat mich versichern wollen, fuhr er fort, er sey daran Schuld,daß ich mich hier befinde, und ich glaube es *). Das ist ja dessen

») Diese Idee leuchtet «och aus den letzten Zeilen hervor, welche Napo-leon geschrieben hat.