nicht die Franzosen bei der noch frischen Erinnerung an ihre Machtund ihren Ruhm in diesen Trauertagen die unvermeidlichen Lastengetragen haben, die ihnen aufgelegt werden mußten! Und nun inder Folge neue Unruhen, Anarchie, Auflösung aller Bande, Unter,gang und Tod! Ich zog vor, im Kampfe bis zur Vernichtung ^mein Heil zu suchen, und im Nokhfalle der Regierung zu ent-sagen :c." *)
*) Man höre uun jemand, der in Europa die Worte bestätigt hat,weiche Napoleon in St. Helena sprach:
Brief des Herrn von Coulincourt an den Redakteur des Constitution-neil. (Nummer des 21. Januar I8ro.)
„Mein Herr! In einem Werke von Herrn Koch unter dem Titel:Feldzug des Jahres 1814 befinden sich mehrere Bruchstücke von Brie-fen, die ich an de» Kaiser und den Herzog von Ncuschatel, währenddes Kongresses zu Chatilion. geschrieben habe.
„Ich glaube, erklären zu müssen, daß ich selbst an der Mitthei,lung meiner Korrespondenz, und an ihrer bffentlichcn Bekanntmachungganz und gar keinen Antheil habe. Die wichtigen Quellen, aus wel-chen der Verfasser, wie er versichert, geschöpft hat, geben seinemWerke eine historische Bedeutung, welche, so viel mich betrifft, nichtgestattet, daß ich durch mein Schweigen die Jrrthümer bestätige, diees enthält. Die meisten Angaben in Betreff der Ereignisse nnd Un-terhandlungen, welche vom zi. März bis zum 12 . April statt gesun-den haben, find unrichtig. l
„Haben auch, so viel den Kongreß von Chatillon betrifft, allerdingsdie folgenden Ereignisse mein Verlangen nach dem Frieden für meinVaterland gerechtfertigt, so wäre cs doch unbillig, Frankreich und dieGeschichte über die BcwcgnngSgründe des NationalintercsseS und derEhre in Unwissenheit zu lassen, die den Kaiser hinderten, die drücken-den Bedingungen zu unterschreiben, welche von den Fremden gemachtWurden.
„Ich erfülle daher die erste aller Pflichten — gerecht und wahr zuseyn — indem ich durch folgenden AuSzng der Befehle dcS Kaisersdiese BewcgungSgründe bekannt mache.
Paris am iy. Januar 1814. V
,,— — — — — Vor allem andern besteht der Kaiser auf derNothwendigkeit, daß Frankreich seine natürlichen Grenzen behalte; daSist meine Bedingung eine yua non. Alle Mächte, selbst England,haben diese Grenzen zu Frankfurth anerkannt. So bald Frankreichauf seine alten Grenzen beschränkt werden sollte, würde es jetzt nichtmehr zwei Drittheile des Machtverhältnisses besitzen, das cs vorzwanzig Jahren hatte. Was selbigeS nach dem Rheine hin erlangthat, wiegt das keincSweges auf, was Rußland, Oestreich und Preu-ßen durch die Theilung Polens erworben haben. Alle diese Staatenhaben sich vergrößert, und es heißt also, Frankreich zum Falle bringen,eS erniedrigen, wenn man cs auf seine alten Grenzen beschränkenwill. Frankreich ohne sein« RheindepartcmentS, ohne Belgien, ohneOstende, ohne Antwerpen ist nichts. Das System, ihm die ehcmali-