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10 (1824)
Entstehung
Seite
25
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! ihnen auf einem Umwege thun lies, als nun unsre Unglückssälle

! in Rußland alle ihre Hoffnungen weckten, und jeden Anspruch von

> meiner Seite vernichteten."

> Der Kaiser sprach jetzt von der guten Behandlung, die wirden Gefangenen wiederfahren ließen, und sagte, er sey so großmü-thig und nachgebend als möglich gegen sie gewesen, glaube auchnickt, daß irgend eine Nation ihm hierbei etwas vorwerfen könne.„Das Zeugniß der Gefangenen selbst, äußerte er, und ihre ganzeGesinnung hat hierbei zu unsern Gunsten gesprochen; denn, mitAusnahme derer, die fest an ihrer Heimach Gesetzen, oder mit

, andern Worten, an der Freiheit hiengen, — was sich blos auf

Engländer und Spanier beschränkte — blieben alle Uebrige, die

' Destreicher, die Preußen, die Russen sehr gern bei uns, verließen

uns mit traurigen Herzen, und kamen freudig zurück. Mehr alseinmal hat diese Stimmung auf das Maas ihrer Beharrlichkeit undihres Widerstandes eingewirkt w."

So sagte der Kaiser auch ferner: „Ich hatte den Gedankengefaßt, in Europa hinsichtlich des Rechts und der Gewohnheiten inBeziehung auf die Kriegsgefangenen eine Aenderung einzuführen;Ich wollte sie in Regimenter sormiren, und sie militärisch bei gro-ßen dauernden Werken und Unternehmungen zur Arbeit anstellen.Sie sollten ihre Löhnung nach Maasgabe ihrer Arbeit erhalten, dasNichcsthun hätte mit allen den Unordnungen aufgehört, welche völ-liger Müßiggang gewöhnlich erzeugt. Sie wären gut verpflegt, gutgekleidet worden, es hätte ihnen an nichts fehlen sollen, und siewürden dennoch dem Staate, der durch ihre Arbeiten bezahlt wor-den wäre, keine Kosten verursacht haben; alle Welt hätte sonachdabei gewonnen. Aber meine Idee fand bei dem Staatsraihe keinenBeifall; man lies mich dabei jene falsche Philantropie sehen, diejedermann irre führt. Man gab sich bas Ansehen, als finde man* es hart und barbarisch, die Gefangenen zur Arbeit zu zwingen, lies

^ dabei durchblicken, daß Repressalien zu besorgen wären, sagte, ein

Gefangener sey schon dadurch unglücklich genug, daß er seine Frei-heit verloren habe, und es scheine nicht, daß man ein Recht überdie Anwendung seiner Zeit und über einen Theil seiner Handlungenbesitze. Aber das ist ja eben der Mißbrauch, den ich rüge, den ichgern abstellen möchte, war meine Antwort. Ein Gefangener kannund muß gesetzlichen Zwang erwalten, und derjenige, den Ich ihm/ auferlegt wissen will, gereicht zu seinem und anderer Besten. Ichverlange nicht, daß sein Zustand kümmerlicher und beschwerlicherwerden, sondern daß er mit geringerer Gefahr für ihn verbundenseyn soll, als er es jetzt gewöhnlich zu seyn pflegt. Sie fürchtenRepressalien, daß nämlich der Feind unsere Franzosen eben so be«