Druckschrift 
10 (1824)
Entstehung
Seite
10
Einzelbild herunterladen
 

10

Zwischenräume, wenn der Schmer; nachließ, über verschiedene Ge>genstänve sprach.

Er verweilte einen Augenblick bei den Schmutzereien, die mansich um ihn her, zur Zeic seiner Macht, zu Schulden gebracht habe.Eine Familie in den Tuilcricn, die er einst mit Güte überhäuft,und welche, im Vorbeigehen gesagt, bei der Katastrophe sich sehrschlecht benahm, war von ihm selbst einmal dabei ertappt worden.

Er hatte sich aber darauf beschrankt, ihnen ihr Unrecht vorzuhal-ten, anstatt sie zu bestrafen. WaS war daraus entstanden, fügte erhinzu; er hatte sie gegen sich aufgebracht, ohne ein Beispiel derGe-rechcigkeit zu geben. „Da sehen Sir, bemerkte er, was das sage»will, wenn man eine Sache nur halb thut; man verliert stets dabei.Man muß nicht rhun als ob man sähe. Wenn man aber sehenwill, so muß man sich auszusprechcn wissen."

Er erwähnte dann einer Frau, die, eben so wie ihr Mann, sehrvortheilhast «„gestellt war und doch ohne Aufhören von ihrer Ar.much sprach. „Sie schrieb mir okr, sagte er, um Geld von mirzu verlangen, als ob sie ein Recht dazu hätte, wie cö etwa Frau 'von Bertrand, nach der Rückkehr von Helena, oder irgend jemandvon euch übrigen thun könnte."

Ferner gedachte er eines Mannes, der im Jahr 18l4. sich ganzbesonders an ihm vergangen hatte. „Sie glauben vielleicht, erhabe sich bei meiner Rückkehr geflüchtet. Nein, im Gegrncheile, erbelagerte mich. Er gerieth gar nicht in Verlegenheit, als er mir sagte,daß er eine augenblickliche Vorliebe für die Bourbons gehabt, diesich jedoch bald bestraft habe. Dies habe übrigens die natürlicheZuneigung, welche jeder mit so großem Rechte für mich hege, nurnoch mehr verstärkt!! — Ich wollte nichts von ihm wissen. Wahr,scheinlich liegt er jetzt zu ihren Füßen und sagt ihnen, wie das inder Ordnung ist, die abscheulichsten Dinge über mich. — ArmeMenschheit! du bist doch immer und überall dir gleich! —"

Endlich erzählte er — und zwar abermals von jemand, den erfrüher mit Wohlthaten überhäuft hatte — eine ganz abscheuliche,die Kaiserin Zoscphine betreffende Geschichte. Man wollte diesenämlich unter dem Vorwände, ihr die Gestattung des fernem Auf-enthalts und ein ruhiges Leben in Frankreich dadurch zu bewirken,eigentlich aber, um sich anderwärts damit ein Verdienst zu machen,bewegen, einen Brief zu unterzeichnen, der sic nur erniedrigenkonnte. Sie sollte darinnen dem Könige schreiben, sie wisse nicht,was sie scy, noch was sie gewesen und bitte ihn daher ihre Exi-stenz zu bestimmen rc. Die Kaiserin vergoß viele Thränen, wolltenicht darauf eingehen, verlangte Aufschub und zog den KaiserAlexander zu Rathe, welcher ihr sagte, daß ein solcher Brief ihr