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10 (1824)
Entstehung
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der andern der streitenden Parlheien nach sich ziehen und Frank»reich wäre dabei größerer Gefahr alö Rußland ausgesetzt.

Der Mittelpunkt von Europa muß aus Staaten bestehen, dieungleich an Macht sind, von denen jeder einer eignen Politik folgeund in Rücksicht seiner Lage und seiner politischen Verhältnisse indem Protektorate der überwiegenden Mächte Schutz suchen muß.Diese Staaten sind mithin bei der Erhaltung des Friedens in»teressirt, weil sie stctS die .Opfer des Krieges seyn würden. Beidiesen Betrachtungen findet der Kaiser, nachdem er neue Staatengebildet, und ältere vergrößert hat, um in Zukunft unser Allianz»System zu befestigen, ein großes Interesse für sich und zugleich fürEuropa in Polens Wiederherstellung, da ohne die neue Begründungdieses Königreichs, Europa von dieser Seite ohne Grenzen bleibe,wo Oesterreich und Deutschland dem mächtigsten Reiche der Weltentgegen steht.

Der Kaiser sieht voraus, daß Polen und Preußen in derFolge die Attiireen Rußlands seyn werden. Wenn aber Polen ihmseine Wiederherstellung verdankt, so wird die Epoche der Verein!»gung dieser Staaten noch so weit entfernt bleiben, daß inzwischendie neue Ordnung sich befestigen kann. Wenn bann Europa aufdiese Weise organisirt seyn wird, kann kein Grund der Eifersuchtzwischen Frankreich und Rußland übrig bleiben; beide Reiche wer»den gleiche Handels-Interessen haben, und nach gleichen Grund-sätzen handeln.

Ehe die Verhältnisse mit Preußen kälter wurden, hatte derKaiser den Gedanken, ein festes Bündniß mit dessen Könige zuschließen und die Krone Polens auf sein Haupt zu setzen. Eswären In diesem Falle, da Preußen schon ein Dritthcil jenes Rei»ches besaß, weniger Schwierigkeiten zu besiegen gewesen. Manhätte Rußland dasjenige gelassen, was es durchaus ferner zu be»sitzen verlangt haben würde und Oesterreich Entschädigung ange»wiesen. Der Gang der Ereignisse hat jedoch diesen Plan des Kai-sers geändert.

Bei den Negotiationen zu Tilsit mußte man eben in den Ge»genden, welche am meisten die russische Macht fürchteten, Staa-ten bilden. Der Moment war günstig, Polen wieder herzustcllen,wenn es auch nur mir Gewalt und unter Verletzungen geschehenkonnte. Aber dann mußte der Krieg verlängert werden. DieFranzösische Armee litt durch die Kälte und den Mangel an denunentbehrlichsten Dingen. Rußland hatte Heere auf den Beinenund der Kaiser war von den großmüthigen Gesinnungen gerührt,weiche ihm der Kaiser Alexander bewies. Von Seiten Oesterreichszeigten sich Hindernisse und er ließ daher seine Politik durch daS