Da die Insel einen so kleinen Umsang hat/ so wäre zuMiisckcn gewesen, daß man diese Gränzc biö auf eine Meile vomSeegcstadc festgesetzt hatte. Dann chatte man auf einem Raumvon fünfzehn b!S achtzehn Meilen sich frei bewegen können. DieBewachung würde nicht beschwerlicher und nicht weniger wirksamgewesen seyn, wenn sie auf die Meeresufcr und die Ausgange derBergschluchtcn beschränkt worben wäre, und man hätte noch immeralle Schritte des Kaisers durch Signale andeutcn können. Manhatte uns allerdings gesagt, daß dem Kaiser »«verwehrt sei, aufder ganzen Insel zu gehen, wohin er nur wolle, jedoch nur unterBegleitung eines englischen Offiziers. Der Kaiser war jedoch ent«schlossen, lieber gar nicht auszugehen, als während seines Spazier«gangs nicht mit sich selbst und seiner vertrautem Umgebung alleinzu seyn. Der Admiral hatte daher, bei seiner letzter» Zusam-menkunft mit dem Kaiser, auf recht zarte Weise beschlossen undversprochen, daß wenn letzterer über jene Grenze hinausgehen wolle,er es nur dem englischen Capitaine vom Dienst zu Longwood sagenlassen möchte, daß sodann dieser sich sogleich auf den Posten ver-fügen würde, um den Kaiser passircn zu lassen, und man dann dieBeobachtung seiner Person, insofern dergleichen überhaupt nöthigseyn sollte, auf eine solche Weise fortsehen würde, daß der Kaiser,während der weitern Promenade, er möchte nun in Häuser gehen,oder in irgend einer schönen Gegend verweilen, um daselbst zuarbeiten, nichts gewahren solle, wodurch er in einem solchen Au-genblicke gestört werden könnte.
Dem gemäß beschloß der Kaiser heute Morgens um 7 Uhranszureiten. Er hatte ein kleines Frühstück zubereiten lassen, wollteseinen Weg nach Sandy-Vay hinnehmen, dort eine Duelle aufsu-chcn, oder sich an einigen hübschen Bäumen und Sträuchern, dieman zu Longwood nicht findet, ergötzen, und an einem solchenPlätzchen einige Vormittagsstunden arbeiten.
Unsere Pferde standen bereit, und als wir uns aufsctzen woll«ten, ging ich, dem Capital» davon Nachricht zu geben, der aber,zu meinem großen Erstaunen, mir erklärte, daß er sich uns zuge-sellc» werde, daß der Kaiser das nicht übel nehmen, und überhauptein Offizier nicht die Rolle eines Domestiken spielen, und alleinzurück bleiben könne. Ich antwortete, daß der Kaiser ohne Zweifeldiese seine Bemerkung ganz richtig finden, jedoch sogleich auf seineParthie verzichten würde. „Sie müssen es ja wohl ganz natürlichfinden, und können sich nicht dadurch für beleidigt halten, wenndie Gegenwart dessen, der ihn bewahren soll, ihm unangenehmist." Der Offizier thac, als ob die Sache ihm Kummer mache,und äußerte, daß er sich in der größten Verlegenheit befände.