Druckschrift 
2 (1823)
Entstehung
Seite
115
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Da ich jedoch nun meiner SeitS behauptete, daß jedes Systemseinen Vorthcil haben könne, setzte ich noch hinzu: „Eingestehen^ muß ich, daß jeder Mensch durch Erziehung sich einen Charakcer' „neignen müsse, aber die Basis davon muß doch derjenige seyn, denI ihm die Natur verlieh, sonst läuft er Gefahr die Dortheile von8 diesem zu verlieren, ohne diejenigen des Charakters zu erlangen,H den er sich anerziehen wollte, und eS würde daraus nur ein 2n«s snmnent werden, das stetS unrichtig ginge. 2cdcnfallS muß der! Lebenslauf eines 2eden das deutliche Resultat, daö wahre Unheil; über seinen Charakter geben. Worüber hatte also ich mich zu be»i, klagen? AuS dem tiefsten Elende habe ich mich ganz allein zu' einer sehr schonen Verbindung erhoben, bin, vom Pflaster Londonsb!S an die Stufen 2hres Throns, zum Sitz in 2hrem Staatsrathegelangt, ohne vor irgend jemand, wer es auch sei, mich eines Wor-! teö, einer Schrift, eines Schritts schämen zu dürfen. Habe ich^ da nicht auch im Kleinen meine kleinen Wunder hervorgebracht?s lind waS hatte denn bei einer andern Wendung, die man meinemi Charakter gegeben hätte, besseres geschehen können?"j Man unterbrach uns hier durch die Meldung, daß der Admiralund einige Damen, die auf der Doris angekommcn, um die Gnadeersuchen ließen, vorgestellt zu werden. Der Kaiser antwortete trotz«ken, er sehe niemand, man solle ihn in Ruhe lassen.

So wie wir damals standen, war die persönliche Artigkeit des: AdmiralS eine Beleidigung mehr, und was die betraf, welche beij ihm waren, so konnte der Kaiser, da man bloS mit Erlaubniß des! Admirals zu uns zu gelangen im Stande war, nicht zugeben, daßs man so ihm die Honneurs mache. Geschah cs heimlich, so mußtei man es ihm andcutcn, wo nicht, so mußte er sehen können wen! er wollte, ohne das lästige Dazwischcntreten von irgend 2emand.k Vorzüglich mußte man sich in Europa nicht damit brüsten, ihn mit! jeder Art von Rücksicht und Achtung zu behandeln, wenn man ihnnur mit Unartigkeiten und Launen überhäufte.

4 Der Kaiser ging um 5 Uhr aus und in den Garten spazieren.U Der General, Dbcrst des 53sten Regiments suchte ihn dorr auf,

> und bar uni die Erlaubniß, ihm am folgenden Morgen sein Dffi«i ziercorps vorstellen zu dürfen. Der Kaiser nahm es auf 3 Uhr an.i Wir beide blieben nun allein und der Kaiser setzte seinen Spa«

. -iergang fort. Vor einem Blumenbeete blieb er stehn und betrach«ttle eine Blume, nachfragend, ob das nicht eine Lilie sei. ES war! eine ganz ausgezeichnet schöne.

Nach Tisch bei unscrm gewöhnlichen Rewersi, das übrigensden Kaiser schon zn langweilen anfing, fragte er plötzlich: „Wo'»lag jezc in diesem Augenblicke Frau von LaS CaseS seyn?" —