MI Nom darauf. Der Kaiser ging aus Mid ich folgte Ihm. Erbesah daö HauS und kam in mein Zimmer. Wegen eines klei-nen Toilettenspiegels fragte er mich, od cS derjenige sei, den erl mir gegeben habe? — Dann fühlte er mit der Hand die Mauernn, welche von der Küche erhitzt wird und sagte abermals daß ich! nicht da wohnen könne; er fordre schlechterdings, daß ich von jetztan in seinem Bette im topographischen Cabinet schlafen solle, in-s dun er schmeichelnd hinzusctzte: cs sei das Bette eincö
^ Freundes. Dann gingen wir nach einem schlechten Pachcgme,Hs das wir vor unS hatten. Aus unsrem Wege fanden wir die Woh-s- luing für die Chinesen. Das sind Handwerksleute, Tagelöhnerund dcrgl. welche die englischen Schiffe von Macao mitbringen und^ die, wenn sie eine gewisse Anzahl Jahre im Dienst der Compagniei auf der Insel geblieben sind, hierbei aber, ohngcfähr wie unsrei Aiwcrgnaten, ein kleines Vermögen erworben haben, dann wieder! hcimkehrcn. Der Kaiser wollte sic vielerlei fragen, wir konnten^ imö aber ihnen nicht verständlich machen. Jetzt gingen wir nun, um^ das eigentliche Pachtgut Longwood zu besehen. Den Kaiser hattedie Benennung (kein».) getäuscht; er glaubte etwas AehnlicheS? wie die schönen Flandrischen oder Englischen Pachtgütcr zu fin-° den — aber wir trafen hier nichts, als den Koth unsrer schmu-f tzigstcn Mcicrhöfe. Von da begaben wir uns hinunter in den Gar-^ ccn der Compagnie, der in dem aufgeworfenen Boden aus zweis einander gegenüber liegenden Schluchten angelegt ist. Der Kaiser! licS den Gärtner kommen und den welcher das Vieh der Compag-s nie, so wie die Chinesen unter sich hat und that eine Menge auf
- ihr Geschäft sich beziehender Fragen an dieselben. Dann kehrte er
- sehr ermüdet von seinem Fußspazicrgange wieder heim. Es war^ sein erster Ausflug und wir hatten kaum eine Meile gemacht.
! Vor Tische lies der Kaiser mich und meinen Sohn kommen,um mit uns wie gewöhnlich zu arbeiten. Er nannte mich faul! und machte mich aufmerksam darauf, daß mein Sohn verstohlendarüber lache. Als er mich um die Ursache fragte, sagte ich, eSi werde wohl darum scyn, weil Sr. Majestät ihn räche. „Aha, ich^ verstehe, antwortete er mit Lachen, ich bin hier der Großvater."
Montags, am 18. und Dienstags, am 19. Decembcr.
Nach und nach regelten sich unsre Stunden und Gewohnheiten.Der Kaiser frühstückte gegen lO Uhr auf einem kleinen Tischchen.Dann und wann wurde einer von uns dazu gerufen. Wir früh«^ stückicn an der Dicustrafel ohngesähr um die ncmliche Zeit. DerKaiser halte uns erlaubt, nach unsrem eignen Gutbcsinden dazueinzuladcn, wer unS etwa dabei angenehm seyn könnte.