trocknen Augen Seenen des Gefechts gesehen, die den Verlust ein-r l -großen TheilS der Unsrigcn hcrbeiführte»; und hier fühle ich mich ^durch das Geschrei, durch den Schmerz eines Hundes erweicheSo viel ist gewiß, daß ich in diesem Augenblick für die Biereneines Feindes leichter zu gewinnen gewesen wäre. 2ch begriff den >Achill, der den Leichnam deS Hektor dem weinenden Primus lüberläßt."
Montag, am 4. bis Mittwoch, am 5. Decembcr. .
Meine Augen litten sehr und ich war daher genöthigk, meint rArbeiten zu unterbrechen. Es will gar nicht mehr damit fort und ^ich werde sie am Ende noch über den Feldzug in Italien ganz ^einbüßen. ,'
Seit, einiger Zeit hatte die Temperatur eine merkliche Berändc- irung erlitten; doch verstanden wir unS übrigens durchaus nichtmehr auf die Jahreszeit. Denn da hier die Sonne zweimal überunfern Häuptern steht, so hätten wir glauben sollen, zwei Sommerzu haben. Eigentlich wurden wir bei unfern Ansichten nach ge>wohnlichen Begriffen gar nicht mehr klug in der Sacke, besonder-wenn wir, um die Verwirrung vollständig zu machen, sie als Europäer -verkehrt betrachteten, da wir, weil wir eigentlich uns auf der mittag'lieben Halbkugel befanden, darnach unsre Berechnung einrichten soll- itcn. Dem mag nun seyn wie ihm wolle, kurz es regnete oft, die !.Atmosphäre war sehr feucht und kälter geworden. Der Kaiser ging -des Abends nicht mehr aus, er hatte sft den Schnupfen und ischlief nicht guc. Er war genöthigt nicht mehr unter dem Zelle, isondern in seinem Zimmer zu speißcu. Dort befand er sich besser, ^aber man konnte sich nicht rühren. Die Unterhaltung mußte, »ach -aufgehobener Tafel, indem wir an derselben sitzen blieben, soitge« 'setzr werden. Heurc ging er dem General Gourgaud, der zinn iDiner geblieben war, über die Ansangsgründe und die ersten lii- lbringen der Artillerie zu Leibe. Der leztere war von dieser Waffeund hatte sie noch vor kurzem in Uebung gehabt. Die sonderbare -Prüfung machte viel Spaß, aber der Kaiser zeigte sich dabei nie ^als der Schwächere. Es war, als ob er eben erst das Schul«Examen überstandc» hätte.
Man sprach nun vom Kriege und von großen Feldherrn. „DerAusgang einer Schlacht, sagte der Kaiser, ist das Werk eines Au« -genblickö, eines einzigen Gedankens. Man kömmt an einander — ^noch unter sehr gemischten Erwartungen von dem Gange den dieSchlacht nehmen könnte; — 2ezr wird man handgemein, undschlagt sich eine Zeit lang; — Plözlich erscheint der entscheidende