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Verwerfung ist, wie ich mich oft schon überzeugt habe, daß er Mbleibt, wenn man eine Person dieser Art erwähnt. Aber wie oftfällt er uns inS Wort, wenn wir in seinem Bciseyn uns hart undohne Rückhalt ausdrücken. „Sie kennen die Menschen nicht, sagter dann, sie sind schwer zu fassen, wenn man gerecht seyn will.Kennen sie sich —- verstehen sie sich wohl selbst? Die mchrsten ,von denen, die mich verlassen haben, hätten wohl, wäre ich fortwährendim Glück geblieben, ihren eignen Abfall nicht für möglich gehalten.
Cs giebt Fehler und Tugenden der Verhältnisse. Unsre letztenErfahrungen sind über alle menschliche Kräfte! Und dann bin ich 'mehr verlassen als verreichen worden, es war mehr die Schwächeals die Untreue mir zur Seite — die Verläugnung Petri, -wobei Reue und Thränen schon vor der Thüre seyn können. Undwer hat dagegen wohl jemals mehr Anhänger und Freunde gehabt,wer war mehr der Mann des Volks und mehr geliebt als ich?Wer ist je so laut und innig betrauert worden? — Sehen Sir,wenn wir hier auf meinem Felsen von den jetzigen Unruhen inFrankreich lesen, soll man da nicht versucht seyn zu glauben, daßich noch dort herrsche? DieKönigeund dieFürsten, mcineVcrbündcten,sind bis zum letzten Augenblicke mir treu gewesen. Sie wurden von dcnVölkern in Masse mir entführt und alle die zu meiner nähern Umge-bung gehörten, waren in einer höchst verwickelten Lage und so ver-blüfft, daß sie wie von einem mächtigen Wirbelwind unaufhaltsammit fortgerissen wurden. — Nein, die menschliche Natur konmsich noch häßlicher zeigen und ich noch mehr zu beklagen seyn!"
Freitag, am 17. November.
Heute fragte mich der Kaiser über die Offizianten seines HauftS.Zwei bis drei derselben ausgenommen, die selbst die Verachtungder Parthei, zu der sie übergcgangen waren, auf sich geladen hat-ten, konnte man den übrigen nichts nachsagcn. Die große Mehr- .zahl derselben hatte sich sogar auf thätige Weise ihm ergeben be- fwiesen. Der Kaiser erkundigte sich nun besonders nach einigen,die er nannte, und ich konnte nur Gutes von ihnen berichten.Bei einem derselben unterbrach er mich schnell — „Was sagenSie mir da, rief er aus und ich — ich habe ihn bei meiner Rück-kehr so schlecht in den Tuilerien empfangen! Ach! wie sehrfürchte ich, daß ich gegen meinen Willen Ungerechtigkeiten begangenhabe. So geht cs, wenn man sich gleich auf das erste Geredeverlassen muß und nicht Zeit hat, die Sache näher zu untersuchen.Wie sehr habe ich auch zu besorgen, daß ich eine Menge vonDankesschulden hinterlasscn habe. Wie unglücklich ist man doch,wenn man nicht alles selbst thun kann!"