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ncr Kongreß vor dem 20. März auseinander gewesen, so hätteman der größten Wahrscheinlichkeit nach den Kreuzzng nicht wiederbeginnen können, und wenn Napoleon bei Waterloo gesiegt hätte,so würde er ohne Zweifel sich aufgclöset haben.
Die Nachricht von der Landung Napoleons zu Cannes war einDonnerschlag für unfern Bevollmächtigten in Wien. Wahr ist eS,daß er die Redaction der Declaration vom 13. Mär; besorgt har-te, und so heftig sie auch ist, so war es doch der Entwurf dazunoch weit mehr. Die andern Minister milderten ihn. Gestalt undHaltung dieses Bevollmächtigten waren, je nachdem man Napo-leons Fortschritte erfuhr, ein Thermometer, über welchen alle Mit-glieder des Kongresses lachen mußten.
-Oesterreich wußte sehr bald woran cs sich zu halten hatte.Seine Kuriere gaben ihm treffliche Nachrichten. Nur die ftanzö-fische Gesandschaft blieb stets im Zweifel. Sie vertheiltc sogarnoch einen heldenmüthigcn Brief des Königs an alle Souvcramc,um ihnen zu erkennen zu geben, wie er entschlossen scy in de»Tuilcrien zu sterben, als man schon wußte, daß er aus der Haupt-stadt nach den Gränzcn abgercist sey.
Ein Mitglied des Kongresses und Lord Wellington unterhieltensich vertraulich mir der französischen Gesandschaft, und bezcichnctcn,die Karte in der Hand, den 20. oder 21. als den Tag des Ein-treffens Napoleons in Paris.
So wie der Kaiser Franz offizielle Mictheilungen von Grenobleoder Lyon erhielt, sandte er sie unmittelbar nach Schönbrun anMarie Louise, die sich der höchsten Freude deshalb überlics. lindallerdings ist cs wahr, daß später von einer Entführung des jun-gen Napoleon die Rede war, um ihn nach Frankreich zu bringen.
Der französische Bevollmächtigte verlies endlich Wien, und ging,um eine bessere Lage für die Unterhandlungen entweder in Gentoder Paris anzunchmen, nach Frankfurt und WiSbadcn. Nie em-pfand ein Hofmann größere Angst und Verlegenheit über die Er-eignisse, als er. Die Hitze, in welche ihn die Nachricht von Na-poleons Landun zu Cannes gebracht hatte, war durch dessen Ein-zug in Paris schon sehr gemäßigt, und er harte sich mit Fouch»einverstanden, daß stcser ihn bei Napoleon vertreten solle, währender dieses seinerseits für Fouchs bei den Bourbons thun wolle.Man kann mit Recht glauben, daß die Anerbietungen dieses Be-vollmächtigten bei seinem neuen Herrn noch stärker waren und nochweiter gingen, daß aber Napoleon sie mit Unwillen verwarf, um,wie er sagte, seine Politik nicht allzusehr herabzuwürdigcn.
Im Zahr 1814. war Tallcyrand, che er sich für die Bourbonserklärte, zuerst der Regentschaft geneigt. Aber er wollte die Haupt-