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Nachtr., 1 (1825)
Entstehung
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Ersten gilt (und dabei den ersten Rang einnimmt)/ ohne asten Zwei»fel von einem starken, gehörig ausgebildetcn Geiste. Glückliche Ent-deckungen, gelehrte Arbeiten, eine lichtvolle Logik, und endlich derGenius, welcher allen Geheimnissen der Natur auf die Spur kommt,müßten wohl eigentlich den Begriff von lener Kraft der Seele nocherhöhen, von welcher man (nach dieser Berechnung, die blos strengzu nennen ist) glauben sollte, daß ihr die Gunst der Höfe eben sogleichgültig scyn könne, als alle Hosungcwitter. Ich bitte, michweiter zu hören.

Am 23. oder 24. Dezember 1818 schließt sich Herr C.. ein,l um seine Forschungen ganz ungestört vorzunehmen. Er hat Befehl

^ gegeben, niemand zu ihm zu lassen, weit entfernt, den Besuch zu

^ ahnen, den er anzunehmcn nicht vermeiden kann. Während er sichi nun den ganz unaussprechlichen Genüssen hingiebc, welche ihm Ar-

j beit und Studium, da sie stets von Erfolgen gekrönt sind und ihm

i, neue Bewunderung sichern, auch an diesem Tage verschaffen, kommt

I der Minister des Innern, Herr L.... Vor einem Minister verrie-

! gelt man sich nicht, keine Wacht hält vor ihm Stand. Der Kam-

i merdiener weiß dies alles recht gut und läuft, Herrn C... herbei-

zuholen, der, um recht ungestört zu seyn, sogar außer seiner Woh-nung arbeitet. Der Minister warret; Herr C.... erscheint undwenn schon keiner von beiden mir sein Vertrauen geschenkt hat, ichauch nicht einmal je die Ehre gehabt habe, sie zu sprechen, so weißich dennoch, daß der erstere gekommen war, dem zweiten das Porte-feuille, das ihm seit sieben und einem halben Monat anvertraut! war, anzutragen. Wie die Verhandlung statt hatte, weiß ich jedoch

- nicht, auch gehört dies nicht zur Sache, allein Herr C... durfte

! sich während eines Zeitraums von 24 Stunden für einen Minister halten;

! am folgenden Tage sollte die Sache entschieden werden. Er brachte

> fast alle seine Abende mit einem Freunde von 20 2ahren her zu,mit dem er höchst vertraulich lebte. Sie lassen nicht von einander,und auch heute kommen beide Familien regelmäßig zusammen. ESwar zur Gewohnheit geworden, erst spät gegen Mitternacht sich zutrennen. Herr C...., der sonst überaus unterhaltend und höchstangenehm unter seinen Freunden ist, spricht heute kein Wort, gehtmit auf den Rücken gelegten Händen, einer wahren Geschäftsmiene,als ob er noch so große Sorgen hätte, mit stierem Blicke und ge«

> senktem Kopfe im Zimmer auf und ab. Sein Freund redet ihnan, kaum daß er antwortet. Dabei fährt er mit der Hand über

' die Stirn, als wolle er zu verstehen geben, daß man ihn nicht stö«

^ ren möchte. Man beachtet sein stilles Träumen um so sorgsamer,

als man glaubt, daß irgend eine wichtige Entdeckung der Gegenstanddesselben sei und daß er mit seinen Gedanken in dem weiten Reiche