Ende Friedrich Wilhelms.
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1735) noch ein Codicill dazu gefügt'). Er ordnete jetzt Alles,was er bei seiner Leichenbestattung beobachtet wissen wollte, 29.^bis auf die kleinsten und unbedeutendsten Einzelnheiten an. ^Die Leichenpredigt befahl er über den Text zu halten: Ich habeeinen guten Kampf gekämpft. „Bon meinem Leben und Wan-del," fährt er fort, „auch Factis und Personalien soll nichtein Wort gedacht, dem Volke aber gesagt werden, daß ichsolches expreß verboten hätte mit dem Beifügen, daß ich als^ ein großer armer Sünder stürbe, der aber bei Gott und sei-«cunem Heilande Gnade gesucht. Ueberhaupt soll man mich insolchen Leichenpredigten zwar nicht verachten, aber auch nichtloben- Auch soll keine Fayon mit mir vorgenommcn werden *)."
Noch am Tage vor seinem Tode ließ er sich, seiner Ge- Zo.wohnheit in gesunden Tagen gemäß, in den Marstall undzur Parade fahren ^). Gegen die Feldprcdiger, welche ihn zumTode vorbereiteten, behauptete er lange, daß er die Geistlichenimmer geehrt, Gottes Wort gern gehört, die Kirche fleißigbesucht, auch, worauf er besondern Werth legte, keinen Ehe-bruch begangen habe, sonderen seiner Frau unverbrüchlich treugewesen sei, und wollte von Sinnesänderung nichts wissen.Endlich ergab er sich jedoch auch darein, erkannte seine Fehlerund bezeugte lebhafte Reue über seine Sünden in Hoffnungauf Gottes Gnade").
Die letzte Nacht brachte er unter vielen Schmerzen zu, Zt-klagte darüber gegen den Feldprediger Cochius, den er hatterufen lassen, beruhigte sich aber auf dessen Zureden und Tröstun-gen und war seitdem merklich milder als früher. Als er sein Endenahe fühlte, ließ er sich (gegen vier Uhr Morgens) auf seinemRollstuhle in das Zimmer der Königin fahren, welche nochschlief, weckte sie und sagte: „steh auf! ich kann nur noch we-nige Stunden leben, und werde wenigstens das Glück haben,in deinen Armen zu sterben." Dann ließ er sich zu seinen
1) Preuß Friedrichs Jugend S. 262.
L) Im Officierlesebuche Thl. III. S. 135.
3) Ebendas. S. 162.
4) Cochius Bericht bei Benekendorf IX. S. 29.
Stenzel, Gesch. d. Preussisch. Staats. HI. 44