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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Preusscn. Der Kaiser.

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nur zu leicht erregt werden konnte'). Sie schien eines dauern-den Einflusses auf den König um so sicherer, als die bisherigeFreundschaft der beiden Günstlinge des Königs, des Generalsv. Grumbkow und des Fürsten von Dessau, sich damals indie bitterste Feindschaft verwandelte und Grumbkow dadurchgmöthigt wurde, wenigstens dem Scheine nach, sich ganz ausdie Seite der Königin zu schlagen, welche nun Alles anwen-dete, um den falschen und treulosen Mann gegen den mäch-tigen Einfluß des Fürsten zu unterstützen^).

In dieser Lage befand sich das königlich preussische Haus,als durch das unerwartete wiener Bündniß des Kaisers mitSpanien, König Georg I. von England und der französischeHof in die äußerste Besorgniß geriethen und es beiden Theilenvon höchster Wichtigkeit war, ein Bündniß mit Preussen zuschließen, welches damals 64,000 Mann Truppen besaß, mitdenen es eben so leicht in die Erblande König Georgs als desKaisers einfallen konnte.

Mit dem Kaiser war der König von Preussen zwar äusser-lich ausgesöhnt, allein wirklich herrschte zwischen Beiden fort-während noch große Spannung, welche durch mehrere Vor-fälle genährt, wurde. Der Fürst von Ostfriesland war mitder Stadt Emden, dann mit den Ständen seines Landes überdie Ausdehnung der fürstlichen Rechte nach und nach in immerheftigere Zwistigkeiten gerathen. Der Kaiser hatte sich desFürsten angenommen und besonders drohend (1723) befohlen,daß die seit 40 Jahren in Emden zum Schutze der Stadt be-findlichen und von dieser aufgenommenen preussischen Truppenabziehen sollten^). Vergeblich waren die dagegen gemachtenVorstellungen; der Kaiser befahl die Abführung der Besatzungin einem noch schärferen Schreiben (10. Aug. 1724), woraufder König im Gegcntheile (Dec. 1724) die Besatzung vonEmden um 300 Mann verstärkte, nicht sowohl für die Ständeund gegen den Fürsten, als um die Stadt Emden gegen einen

1) IVlöinoirss äe Lsreitli 1. p. 82.

2) Ebendas, x. 83.

3) Wiarda ostfrlesischc GeschichtcThl. VH. S. 107 ff-, 127 u. 177.