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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Buch VI. Drittes Hauptstück. ^

nur ist sein Gesichtskreis nicht weit, und eigentlich ein Blick nur Hauf einen Punkt hin gerichtet. Er hatte einmal daran gedacht, iKurland zu erwerben. Seitdem das fast aufgegeben war, ^suchte er sich nur noch für den nahe bevorstehenden Fall desAussterbens der Kurlinie Pfalz-Neuburg die Nachfolge in den ^Herzogthümern Jülich und Berg zu sichern, auf welche er,als Theil der cleveschen Erbschaft, durch die früheren Vertrageseines Hauses rechtmäßige Ansprüche zu haben glaubte. Daswar für ihn ziemlich, was für den Kaiser die pragmatischeSanction- Allein hier kamen fortwährend die dazu nöthigenSchritte mit seiner natürlichen Rechtschaffenheit, seine tief ge-wurzene Anhänglichkeit an den Kaiser und seine deutsche Ge-sinnung mit seinem lebhaften Widerwillen gegen alles Franzö-sische und seiner persönlichen Abneigung gegen das Haus Han-nover in Streit; dann verwickelte ihn seine unglückselige Lieb-haberei für lange Leute in unablässige Handel mit seinen Nach-barn und machte ihn doch wieder auch gewissermaßen von diesenabhängig; endlich springt er in leidenschaftlicher Aufwallung !leicht von einem Aeussersten zum andern über und erscheintschwankend, charakterlos, ja leichtsinnig, indem er immer selb-ständig handeln will. Fortwährend besorgt, daß fremder Ein-fluß auf ihn geübt werden könnte, wird er in der That fastimmer von gewandten Menschen geleitet, welche ihn geschicktzu behandeln, seinen Neigungen zu schmeicheln und den Aus-brüchen seiner Leidenschaften auszuweichen wissen'), so schwerihnen das auch immerhin werden musste und so oft auch ihreBerechnungen an den zuweilen durch die unbedeutendsten Klei-nigkeiten veranlafsten heftigen Entschließungen des Königs

1) Itlämoirss äs Lureitll I. p. 23.Es gehört große Assidm'tätdazu, wenn man des Königs Affection behalten will, daß man sich auf- jführen muß, als wenn man in seinen Diensten stände," schrieb Seckendorf >

im Apr. 1727 an Eugen bei Förster Höfe und Cabinetc Urkunden Lhl. I. j

S. 99 und demselben schon am 14. Oct. 1726 in Försters Urkundenbuch 'Thl. H. zur Gesch. Friedrich Wilhelms I. S. 153: daß es unmöglich beidem Könige in der Lange auszuhaltm- Bergl. das. S. 10 v. I- 1724,daß man des Königs Humeur erst müsse kennen lernen und dessen ersteHitze cvitircn.