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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Friedrich Wilhelm I.

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horsam hart strafte. Seitdem ihn Clement so gewandt hinter-gangen, war er auch gegen den größten Lheil seiner Umge-bungen mistrauisch. Noch lange nachher schlief er nicht andersals mit Degen und geladenen Pistolen in seiner Nahe'). Da-her litt er nicht, daß in seiner Nahe heimlich gesprochen wurdeund konnte darüber in heftigen Zorn gerathen"). Bei seinenSpazierritten ließ er diejenigen, welche ihm schnell auswichen,um in eine andere Straße zu kommen, wohl durch seine Be-dienten anhalten und sich vorführcn. Jeder, wer es auch war,sollte ihm frei in die Augen sehen und auf Fragen sogleichantworten, sonst argwöhnte er ein böses Gewissen. Besondersdie auswärtigen Angelegenheiten beunruhigten ihn daher sehr.Er hatte schon so viel erfahren, daß er mit der ihm natürlichenOffenheit und Rechtschaffenheit nicht auskomme. Ilgens Schlau-heit hatte er schätzen, aber ihn nicht achten lernen. Die An-wendung der dem Diplomaten gewöhnlichen, aber des recht-schaffenen Mannes unwürdigen Mittel hatte er Nachsehen müs-sen, aber nicht billigen können.

Indessen so wenig der König sein Verhältniß zu denübrigen Staaten richtig aufzufassen, die Bedeutung seines50 70,000 Mann starken Heeres und seines gefüllten Schatzesbei den damaligen Verwickelungen völlig zu würdigen wussteund dadurch im rechten Augenblicke große Vortheile für sich zuerwirken verstand, so weit war er doch davon entfernt, seineeigenen Interessen Fremden aufzuopfern, ja er suchte sogarimmer die ihm günstig scheinenden Umstände zu benutzen, umsich eine Aussicht auf Ländererwerbungen zu eröffnen. Daswar hier fortwährend sein letztes Ziel; auch er will weiter,vorwärts! Er wird weder der einen, noch der anderen ParteiOpfer bringen, ohne sich dafür Vortheile auszubedingen ^);

1) Memoire» äs Lsreitli 1. I. p. 27.

2) Faßmann I. S. S60.

Z) Der König an Seckendorf 4. Äug. 1724 bei Förster Urkunden-buch III. S. 243. Er wünsche Herstellung und Beibehaltung der Har-monie mit dem Kaiser:wobei Sr. Kaiser!. Majestät Freundschaft mirjederzeit gar lieb und angenehm sein wird, jedoch daß selbige nicht a ms»Sepenses gereichen möge!" Wergl. den Bericht v. Juli 1733 in Räu-mers Beiträgen Lhl. HI. S. 566.