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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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514
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514 Buch VI. Zweites Hauptstück. ,

ter viel malte, vorzüglich seit dem I. 1729, wahrend ihn die !Gicht peinigte und seine lebhafte Geschäftsthätigkeit hemmte.

Zwei Malergehülfcn halfen ihm bei Bereitung der Farbenund dienten zu den nöthigen Handreichungen. Weidemann,der Director der berliner Akademie der bildenden Künste, dem Iallein er von allen Mitgliedern derselben eine Besoldung von600 Lhalern gelassen, entwarf die Umrisse des Oelgemäwes, -welches der König dann kolorirte, aber selten ausführte. Da- .durch wurde das Jlluminiren von Kupferstichen, das Aus- !schneiden und Lackiren kleiner Bilder in Berlin sehr gewöhn-lich. Von Kunst konnte freilich dabei nicht die Rede sein,obgleich der König wirklich glaubte, als Maler etwas leisten ,zu können, worin ihn auch die Schmeichelei seiner Umgcbun- ^gen und Anderer bestärkte, welche er einigemal, wie man er- lzahlt, dadurch in unangenehme Verlegenheit setzte, daß er denWerth seiner Gemälde von ihnen taxiren ließ und sie ihnendann für die natürlich hoch genug angegebene Summe überließ.

In der Regel verschenkte er indessen seine Gemälde'). VonWcidemann ließ er sich selbst oft zu Geschenken, allein auchalle Generale seines Heeres malen und diese in Potsdam ineinem besonderen Zimmer aufstellen; auch alle langen Grena-diere seines Leibregiments wurden auf seinen Befehl vorzüglichvon Merk in Lebensgröße gemalt und in den Gängen des jSchlosses aufgehängt*). Merk malte auch des Königs Hunde !und das von ihm erlegte Wildpret, ein gewisser Degen dieSchlachten des großen Kurfürsten, bei denen die Pferde er-träglich, die Menschen aber alle einander wie Brüder ähnlich !waren. Der einzige Künstler, der unter Friedrich Wilhelm !als Maler genannt zu werden verdient, war der bereits von !seinem Vater als Hofmaler angestellte Pesne, dem er seineBesoldung von 1500 Thalern ließ. Vorzüglich die Königin >hielt ihn hoch, und beschäftigte ihn mehrfach^), ohne daß er

1) Benekendorf I. S. 107 u. XI. S. 69. König II. S. 162.

2) Nach dem Tode des Königs wurden sic weggenommen. Bene-kendorf XI. S. 77.

Z) Sie ließ sich mehrmals und i. I. 1735 auch den jungen Pro-fessor Baratier, wahrscheinlich auch diesen von Pesne malen. Gundlings