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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Schulen. Künste.

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Nach schlimmer als den Wissenschaften ging es den Kün-sten. Jenen ließ sich doch irgend eine nützliche Seite abge-winnen, den Künsten aber da, wo kein Sinn und Geschmackfür sie war, gar keine'). Gleich im I. 1714 wurden dieEinkünfte der Akademie der bildenden Künste von 1000 Tha-lern auf 300 Thaler gesetzt und ihr ausserdem die Verpflich-tung auferlegt, für die ihr eingeraumten Zimmer über demköniglichen Marstalle jährlich 50 Thaler Miethe zu entrichten,was ihr doch auf ihre Vorstellung erlassen wurde ^). DieFeste, welche sonst von ihnen verherrlicht worden waren, hat-ten aufgehört; bei den Kriegsübungen, den Jagden und inAssemblern, welche von einzelnen Großen gegeben wurden, be-durfte man ihrer nicht. Doch ließ der König (1719) eine undzwar sehr große Medaille zu Ehren seines Heeres schlagenund eine ungemeine Menge von Silbergerath anfertigen, daswohl weniger durch Schönheit als durch Schwere des kostba-ren Metalls aufsiel. So wurden unter Anderem 10 Kronleuch-ter, jeder für 6000 Thaler, 20 Wandleuchter, jeder für 5000Thaler, ferner massive silberne Tische und was man vorzüglichbemerkte, ein im weißen Saale des berliner Schlosses ange-brachter Balkon für die Musiker von massivem Silber ver-fertigt, welcher 7270 Mark wog und gegen 95,000 Thalerkostete ').

Die einzige Kunst, welche sich noch einiger Nachsicht desKönigs erfreuete, war die Malerei, wahrscheinlich weil erselbst in seiner Jugend etwas zeichnen gelernt hatte und spa-

1) IiSS urts lidüraux tomberent en äücaäencs. I'räüciric II. liesNosurs etc. x. 422.

2) Wilken im Berliner Kalender v. I. 182Z. S. 232.

3) Förster II. S. 303 sagt, sie habe 5 Zoll im Durchmesser,sei im Golde 500 Ducaten werth gewesen und bei (seltenen) feierlichenGelegenheiten verschenkt worden.

4) Aktenstücke bei König II. S. 106. vergl. Benekendorf II.S. 53. Nicolai in seinen freimüthigen Anmerkungen zu Zimmer-manns Fragmenten S. 67. schlägt den Werth des Silbergcräths wohlziemlich genau zu 1,376,000 Lhlr. an. Andere, selbst die PrinzessinWilhelmine, geben runde und größere Summen.

Stenzel, Gesch. d. Preussisch. Staats. III. 33