Malerei. Musik.
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sich bei der verhältnißmäßi'g nur geringen Begünstigung derKunst in Berlin noch weiter vervollkommnet hatte, indem aucher dem damaligen unkünstlerischen Geschmacke nachgeben undvon der Geschichts- zur Bildnißmalerei übergehen musste').Auch der Markgraf Karl liebte die Künste und beschäftigteMaler, Kupferstecher und Bildhauer. Die zum Theile sehrschönen Gemälde, welche der König in den Schlössern zer-streuet von seinem Vater geerbt hatte, beachtete er nichts.
Für Bildhauer, sofern sie zur Verzierung der neu erbaue-ten Kirche und öffentlichen Gebäude und Thore dienten, gabcs mancherlei Beschäftigung. Der Tod seines ricsenlangenGrenadiers Jonas, des Flügelmanns vom Leibregimente,schmerzte ihn so, daß er einem Bildhauer befahl, den Jonasin völliger Lebensgröße mit Montur und Gewehr so viel alsmöglich ähnlich in Stein auszuhauen ^); auch ließ er einigeöffentliche Denkmäler, wie das des großen Kurfürsten in Ra-thenow, andere in Köslin und in Berlin errichten. DieKunst im höheren Sinne waltete hier so wenig ob, wie beiden zahlreichen Bauten des Königs *).
Auch von der Musik war er, ausser sofern sie zur Er-höhung des Jagdvergnügens diente und zu seinem Leibregi-mente gehörte, kein besonderer Freund, obwohl sic von derKönigin, als deren einzige Ergötzlichkeit, geliebt wurde'). Bei
Historie der Gelahrtheit Thl. IV. S. 54oZ; sie habe mehrere Gemäldeder Art mit 150 und mehr Ducaten bezahlt.
1) Friedrich II. a. a. O. x. 422. König II. 163.
2) König H. S. 167 ff. u. 169.
S) König I. S. 161.
4) Friedrich II. a. a. O. x. 422. I.es msnuisisrs s'äri'gerenten sculpteurs et Iss ma^ons en arcditectes. Das Bcrzeichniß der we-nigen Künstler Berlins unter Friedrich Wilhelm I. s. in Ricolai's Be-schreibung Anhang 4. S. 86.
5) Benekendorf XI. S. 67. Bergl. König II. S. 177 s.Dem widerspricht auch nicht, was Nicolai ins. Anekdoten von Friedrich H.Heft II. S. 148, von Friedrich Wilhelms angeblicher Musikliebhabereiangeführthat. DeffenSparsamkeitgcgenLocatelli bei Benekendorf XIII.S. 43 zeigt, wie wahr das oben Gesagte ist. Bergl. Faßmann I.S. 851. Die Musikliebhaberei der Königin bezeugt Lolin in seinen Schrif-ten 3. Abteilung S. 28. Sie hat wohl zunächst auf Friedrich II. gewirkt.
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